Predigtgedanken
Gedanken zum Palmsonntag aus der Stadtpfarre Urfahr

Die Stadtpfarre Linz-Urfahr.

Predigtgedanken zum Palmsonntag von Pfarrassistentin Ursula Jahn-Howorka aus der Stadtpfarre in Urfahr.

"Vielleicht wären auch Sie am bevorstehenden Palmsonntag gern zur Palmprozession in ihre Pfarre gekommen. Am Palmsonntag feiern in anderen Jahren fast so viele Menschen Gottesdienste mit wie zu Weihnachten. Die Segnung der Palmbuschen und die anschließende Prozession in die Kirche sind in unserer Volkskultur tief verwurzelt und wir spüren, dass es dabei ums „Eingemachte“ des christlichen Glaubens geht.

Das Evangelium dieses Sonntags (Mt 21,1-11) erzählt vom Einzug Jesu in Jerusalem wenige Tage vor seiner Kreuzigung. Dabei kommen die großen Hoffnungen zum Ausdruck, die die Menschen an Jesus richten. „Hosanna dem Sohn Davids“ rufen sie ihm zu. „Hosanna“ heißt „Rette doch! Hilf doch!“ Viele haben von Jesus erwartet, dass er sie als Messias-König von der brutalen Herrschaft der Römer befreien und das Reich Davids wieder errichten würde. Mit ihren Kleidern und mit Zweigen legen sie ihm quasi einen „roten Teppich“ als Zeichen der Freude und Ehrfurcht.

Diesen Erwartungen wird Jesus nicht gerecht. Das zeigt schon sein Auftreten. Er kommt nicht hoch zu Ross wie ein politischer König, sondern sitzt auf einem jungen Esel, dem Reit- und Lasttier der kleinen Leute. Er kommt als König ohne Macht, als einer, der sich von Gott um der Menschen willen in den Dienst nehmen lässt.

Heute ist es nicht die römische Besatzung, die wir abschütteln wollen, sondern ein Virus mit allen seinen Folgen. Der „Hosanna“-Ruf von damals hallt in vielen Gebeten wider, die wir in diesen Tagen an Gott richten. Der Weg, den Jesus gegangen ist, zeigt, dass Gott keiner ist, der „von oben herab“ das Leiden aus der Welt schafft. Aber er zeigt uns, dass wir Gott nicht gleichgültig sind, sondern dass er mit uns mitgeht, mitleidet und für uns da ist mit der Kraft seiner Liebe.

Am Palmsonntag holen wir Jesu entscheidende Tage in unser Leben hinein. Sie bestärken uns darin, die Kraft der Liebe heute spürbar zu machen: in unserem alltäglichen Tun und Lassen, in unserer Selbstfürsorge, im achtsamen Umgang miteinander, durch Besorgungen für Angehörige von Risikogruppen, Anrufe bei Alleinstehenden, kreative Überraschungen...

Ich habe in den letzten Wochen die Kraft der Liebe durch Menschen um mich immer wieder spüren können, und ich wünsche auch Ihnen diese Erfahrung. Es ist die Kraft, durch die Gott uns von Leid und Tod zum Leben führen wird".

In einigen Pfarren werden derzeit in Einzel-Handarbeit Palmbüschel gebunden, gesegnet und ab Palmsonntag abgegeben. Infos dazu und zu weiteren Angeboten der Pfarren finden Sie über die Website: dioezese-linz.at/dekanat-linz-nord

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