Gestaltungsbeirat
Grünes Licht für die Neunutzung des ehemaligen Kapuzinerklosters

Der sechsstöckige Neubau schließt an die denkmalgeschützte ehemalige Klosterbibliothek an.
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  • Der sechsstöckige Neubau schließt an die denkmalgeschützte ehemalige Klosterbibliothek an.
  • Foto: ARKD, Kleboth&Dollnig, Riepl&Riepl
  • hochgeladen von Christian Diabl

Große Erleichterung bei den Projektwerbern: Im vierten Anlauf hat der Gestaltungsbeirat die Pläne für das Kapuzinerkloster durchgewunken – auch, um das Projekt nicht zu gefährden.

LINZ. "Wir entlassen das Projekt in ihre Obhut und vertrauen darauf, dass das einen guten Weg nimmt" – auf diese Worte hat das Architektenteam um Andreas Kleboth und lange gewartet. Bereits zum vierten Mal präsentierten sie ihre Pläne für Adaption und Neubau des leer stehenden Kapuzinerklosters im Linzer Gestaltungsbeirat. Mit der heutigen Entscheidung gibt es nun endlich grünes Licht.


Ein oder zwei Stockwerke

Wie berichtet soll das ehemalige Kloster als Bürogebäude genutzt werden. Insgesamt 300 Arbeitsplätze und ein Betriebskindergarten sind geplant. Die dafür nötige Fläche soll ein sechsgeschossiger Neubau an der Westseite bringen. Zusätzlich wird der parallel dazu liegende historische Westflügel des Klosters durch einen Dachausbau um zwei Stockwerke erweitert und mit dem Neubau verbunden. Vor allem diese Aufstockung wurde kontrovers diskutiert, doch offenbar konnten die Architekten die Bedenken des Denkmalschutzes im Vorfeld der heutigen Sitzung weitgehend ausräumen. Auf den Vorschlag des Beirates auf das zweite zusätzliche Stockwerk zu verzichten, gingen die Projektwerber nicht ein. "Dann gibt es das Projekt nicht mehr. Wir haben die Neufläche mittlerweile mehr als halbiert", sagt Kleboth. Wobei seit dem letzten Entwurf etwa 400 m2 Bürofläche im Innenhof dazugekommen sind. Kein Problem ist der ebenfalls diskutierte Durchbruch der straßenseitigen Mauer, um einen weiteren Zugang zum Areal zu ermöglichen. Der Gestaltungsbeirat favorisiert hier ein Loch, damit die  Mauer als stützendes Element erhalten bleibt.


"Insgesamt sind wir begeistert"

Hintergrund der positiven Entscheidung dürfte sein, dass es auch innerhalb des Beirates unterschiedliche Meinungen gibt und man das Projekt letztlich nicht scheitern lassen wollte. Das hat wohl auch mit den beteiligten Architekten zu tun, die das Vertrauen der Mitglieder des Gestaltungsbeirates genießen. "Insgesamt sind wir alle sehr begeistert", heißt es deshalb auch zum Abschluss. Nun kann das Projekt weiter ausgearbeitet werden.


Projekt "auf Messers Schneide"

Erfreut zeigt sich Neos-Fraktionsobmann Lorenz Potocnik über die Entscheidung. Er spricht von einem der "spannendsten und reizvollsten Projekte in Linz der letzten Jahre". Aus seiner Sicht stand es aber auf Messers Schneide. "Die langwierigen Prüfungen des Gestaltungsbeirats haben fast zu einem Abbruch geführt", so Potocnik. Er dankt auch ausdrücklich der Bürgerinitiative "Zukunft Klosterngarten", die die ursprünglichen Pläne für ein Hochhaus im Klostergarten verhindert hat. Danach wurde ein kooperatives Planungsverfahren gestartet, mit dem das ganze Kapuzinerviertel unter Einbeziehung aller Betroffenen neu gestaltet werden soll. Das Kapuzinerkloster ist da erst der Anfang.


Bürger rechtzeitig einbeziehen

Auch der grüne Klubobmann Helge Langer betont die Wichtigkeit, Bürger rechtzeitig bei Großprojekten einzubeziehen. "Die Menschen, die im jeweiligen Stadtteil leben, sind oftmals die größten ExpertInnen was ihr Viertel betrifft und gehören daher möglichst von Beginn an in große Bauprojekte einbezogen", so Langer. Lob für das Projekt kommt auch von Vizebürgermeister Markus Hein (FPÖ). Das Kapuzinerkloster ist "ein schönes Beispiel, wie Verbindung von Vergangenheit und Zukunft gelingen kann", so Hein.

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