"Ice Magic"
Hickhack um Eishalle im Volksgarten

Derzeit wird die Eishalle im Volksgarten aufgebaut – der Betreiber trägt die Kosten für Beseitigung der Schäden selbst.
  • Derzeit wird die Eishalle im Volksgarten aufgebaut – der Betreiber trägt die Kosten für Beseitigung der Schäden selbst.
  • Foto: Potocnik
  • hochgeladen von Andreas Baumgartner

Lorenz Potocnik (Neos) fürchtet um den Volksgarten – die "Ice Magic"-Betreiber wollen beruhigen.

LINZ. Mehr als 10.000 Besucher haben sich im Vorjahr die Eisskulpturen im Linzer Volksgarten angesehen. Derzeit wird die Halle für die zweite Runde der „Ice Magic“ im Rahmen des Weihnachtsmarktes im Volksgarten wieder aufgebaut. „Eine sensible Grünfläche muss für eine Eisshow herhalten“, macht sich der Linzer Neos-Fraktionsobmann Lorenz Potocnik um den größten innerstädtischen Park Sorgen. In einem Facebook-Posting machte er die Linzer darauf aufmerksam, dass hier im letzten Jahr eine „völlig zerstörte Fläche hinterlassen wurde“. Potocnik setzt sich dafür ein, dass die Eisfläche ab 2020 anderswo in der Innenstadt steht.


Teil des Weihnachtsmarkts

"Herr Potocnik sollte seine Aussagen erst einmal auf Wahrheitsgehalt prüfen, bevor er Sensibilität einfordert", hat Vizebürgermeister Bernhard Baier dafür kein Verständnis. Bei Ice Magic handle es sich um keine eigene Show, sondern einen Teil des Weihnachtsmarktes. So wie alle anderen Marktstände auch, entrichtet der Betreiber eine Gebühr pro Quadratmeter an die Stadt.

"Herr Potocnik sollte seine Aussagen erst einmal auf Wahrheitsgehalt prüfen, bevor er Sensibilität einfordert" – Bernhard Baier

Der Veranstalter der Eisskulpturen-Show entkräftet die Vorwürfe Potocniks, wonach etwa Chemikalien, die dem Eis beigemengt werden, Wiese und Wurzelwerk der Bäume zerstören würden: „Wir wirken der Bodenverdichtung durch den Einsatz großflächiger Fahrplatten entgegen. Diese Platten sind speziell zu diesem Zweck entworfen. Im Wurzelbereich der Bäume sind wir extra vorsichtig. Dazu wurden die Wurzelbereiche mit Holz-Hackgut versehen", erklärt Ice Magic-Betreiber Frank Heijstraten. 


Kein Zusammenhang mit gefällten Bäumen

Wenn dann im März die Hallenpforten schließen, werde die Wiese nach dem Abbau mit der Bodenfräse gelockert: „Die Kosten dafür werden von uns getragen. Dies hat im vergangenen Jahr dafür gesorgt, dass auf der Fläche, auf der die ökothermische Halle gestanden ist, die Wiese am grünsten im Park war“, so Heijstraten. Dass im Sommer drei Bäume im Volksgarten gefällt werden mussten, hänge laut Baier nicht mit dem Weihnachtsmarkt zusammen. Im Falle zweier Hainbuchen am anderen Ende des Parks sei ein extrem seltener Pilz aufgetreten – sie wurden wegen der Ansteckungsgefahr sofort entfernt. Die Bäume seien wegen der Hitze anfällig gewesen, bei den restlichen Hainbuchen in Nähe des Landesdienstleistungszentrums habe der Magistrat bereits reagiert und zusätzlich Wasser ausgebracht.

„Das Naturdenkmal gerät hier ganz schön unter Bedrängnis“ – Lorenz Potocnik

Die „Ice Magic“-Halle wird bis zu zwei Meter an die 30 Meter hohe Platane im Volksgarten heranreichen. „Das Naturdenkmal gerät hier ganz schön unter Bedrängnis“, sagt Potocnik. Er will im Gemeinderat eine Anfrage einbringen, ob es ein Gutachten zu den Auswirkungen auf den Baum gegeben hat.



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