Nibelungenbrücke
Kopfgeld und neue Ideen

Tatort Nibelungenbrücke – nachdem Aktivisten die Fahrbahn bemalten, sucht Neos Linz Ideen für das Rad-Nadelöhr.
  • Tatort Nibelungenbrücke – nachdem Aktivisten die Fahrbahn bemalten, sucht Neos Linz Ideen für das Rad-Nadelöhr.
  • Foto: Lorenz Potocnik
  • hochgeladen von Andreas Baumgartner

Spontan angebrachte Markierungen entfachten die Debatte um den Nibelungenbrücken-Radweg neu.

LINZ. "Irre Straßenschmierer gefährden die Sicherheit", reagierte Vizebürgermeister und Infrastrukturreferent Markus Hein (FP) auf jene Aktion, bei der Unbekannte auf einer Fahrbahn der Nibelungenbrücke Radsymbole anbrachten, und damit einen Teil der Straße zum gemischten Kfz- und Radstreifen machten. Diese sogenannten "Sharrows" sollen Autolenker darauf hinweisen, dass auch Radfahrer im Mischverkehr mitfahren. "Auf der Nibelungenbrücke ist das aufgrund der hohen Autofrequenzen definitiv nicht der Fall", erklärt Markus Hein und lobte gleichzeitig ein "Kopfgeld" von 500 Euro für die Straßenmaler aus. Die Stadt entfernte die Lackfarbe innerhalb weniger Stunden.


Verständnis für Aktionismus

In den sozialen Medien bekannte sich eine Gruppe namens "Klima Aktion Linz" zur Tat. Die Radlobby OÖ äußerte in einer Aussendung Verständnis für "die Guerilla-Aktion von unbekannten Aktivisten als verzweifelten Weckruf". Gleichzeitig wies der Verein Anschuldigungen zurück, nachdem die Radlobby selbst hinter der Aktion stecken würde. Neos-Gemeinderat Lorenz Potocnik wies darauf hin, dass auch in Rad-Hochburgen wie Amsterdam "zu Beginn die Bürger Initiative ergriffen und aktionistisch Hand anlegten" und damit Verbesserungen für den Radverkehr erst ins Rollen brachten. "Anstatt einer etwas lächerlichen 500-Euro-Ergreiferprämie rufen wir eine doppelt so hohe Prämie für die beste Idee aus".


Seit Jahren in der Kritik

Der enge Radstreifen auf der Nibelungenbrücke steht seit Jahren in der Kritik. Immer wieder kommt es zu gefährlichen Situationen. Wenn sich wie jetzt die Menschenmassen Richtung Urfahraner Markt über die Brücke bewegen, gibt es für Radler oft kaum ein Durchkommen.
Potocnik schlägt daher vor, eine der je drei Fahrspuren pro Brückenseite an Rad- und Scooterfahrern abzutreten. Die Nibelungenbrücke sei an ihren jeweiligen Anfängen sowieso nur zweispurig, "die tatsächlichen Flaschenhälse bilden Rudolfstraße und Donaulände."

Autor:

Andreas Baumgartner aus Linz

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

2 folgen diesem Profil
Die wichtigsten Nachrichten per Push Mitteilung direkt aufs Handy! Jetzt für Deinen Bezirk anmelden!

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.