Toter Winkel
Linz AG setzt in Zukunft auf Abbiegeassistenten

Neuwagen kauft die Linz AG nur mit Assistenten.
  • Neuwagen kauft die Linz AG nur mit Assistenten.
  • Foto: Linz AG
  • hochgeladen von Christian Diabl

Die bundesweite Diskussion um die Gefahren des toten Winkels kommt auch in Linz in die Gänge. Die Linz AG handelt bereits, während die Stadt noch zuwartet.

LINZ. Abbiegeassistenten warnen Lkw-Fahrer, wenn sich beim Rechtsabbiegen Radfahrer oder Fußgänger im toten Winkel befinden und nicht gesehen werden können. Laut Verkehrsexperten kann so ein Großteil der oft tödlichen Unfälle vermieden werden. Auf den Vorschlag des grünen Verkehrssprechers Klaus Grininger, die Stadt solle den eigenen Fuhrpark mit solchen Assistenten ausrüsten, reagiert Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein vorsichtig positiv. Sofern dies technisch und finanziell möglich ist, sei der Vorschlag willkommen, sagt Hein gegenüber der StadtRundschau. Vergangene Woche hat ein Lkw-Gipfel mit Bundesminister Norbert Hofer kein entsprechendes Ergebnis geliefert. Verpflichtende Abbiegeassistenten wird es aufgrund offener technischer Fragen vorerst nicht geben.

Trixi-Spiegel als Alternative?

Hofer setzt indessen unter anderem auf die Entschärfung gefährlicher Kreuzungen durch sogenannte "Trixi-Spiegel". Diese zeigen dem Lkw-Fahrer den Bereich des toten Winkels. Hein ist diesbezüglich skeptisch: "Bis jetzt war bei uns die Fachmeinung, dass ein Spiegel bei kleineren Objekten, wie Fußgänger oder Radfahrer nicht wirklich hilft, da diese Objekte – wegen der geringen Größe – im Spiegelbild nicht wirklich wahrgenommen werden. Sie könnten im schlimmsten Fall sogar ein falsches Sicherheitsgefühl suggerieren", so Hein. Er sagte aber zu, sich gefährliche Kreuzungsbereiche näher anzusehen: "Wenn bekannte Problemstellen entschärft werden können, dann werden wir das auch tun." Aus dem Büro von Bürgermeister Klaus Luger heißt es, dass er allen Maßnahmen positiv gegenüberstehe, um Kreuzungen zu entschärfen. Ansonsten schließt sich Luger dem Prozedere der Bundesregierung an.

Linz AG prüft Assistenten

Bei der Linz AG wird der Einsatz von Abbiegeassistenten derzeit geprüft. Auch gibt es bereits Gespräche mit den Herstellerfirmen. Das betrifft 78 Müllfahrzeuge. Beim noch heuer geplanten Ankauf von sechs Neufahrzeugen wird der Abbiegeassistent bereits berücksichtigt. Zudem wird er bei allen künftigen Neubeschaffungen in die Ausschreibung integriert. Gleiches gilt für die Linz AG Linien bei Bus-Neuanschaffungen. Die Spiegelsituation bei den 88 Auto- und 20 Obussen sei allerdings schon jetzt sehr gut. Weitere Sicht-Vorteile sind der hohe Glasanteil und die niedrigere Sitzhöhe bei Bussen, heißt es bei der Linz AG. Die neuen langen Doppelgelenks-Busse sind außerdem mit einer Kamera für den Heckbereich ausgestattet.


Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!




Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen