Linzer Bummelzüge werden elektrisch

LINZ. "Die Loks der Bummelzüge sind mittlerweile 20 Jahre alt und ich stand vor der Entscheidung, ob diese mit neuen Diesel- oder Benzinmotoren ausgestattet werden sollen", erklärt Bernd Geiger, Besitzer der Bummelzüge in Linz. Als er dann Mario Reitermayr von Akkumobil Mechatronik in Walding kennenlernte, war bald klar, dass auch ein elektrischer Antrieb in Frage kommen würde. "Die Herausforderung war sehr groß", sagt Reitermayr. "Ein vollbeladener Zug umfasst knapp 15 Tonnen. Zudem muss dieser den ganzen Tag durchfahren, was einen sehr großen Motor notwendig macht". Die Waggons werden außerdem mit einem Druckluftbremse betrieben. Dadurch wurde eine Kompressor notwendig, der die dafür benötigte Luft ebenfalls wieder elektrisch erzeugt. Schlussendlich wurde ein Drehstrom-Asynchronmotor mit einer Leistung von 44 kW verbaut. Bei der Batterie griff man auf die Lithium-Ionentechnik zurück. "Der Ladevorgang dauert rund sechs bis sieben Stunden und erfolgt an einer herkömmlichen Kraftstromsteckdose", fügt der Umbauspezialist Reitermayr hinzu. Insgesamt können durch die Umstellung auf den Elektromotor rund 6.500 Liter Benzin pro Jahr eingespart werden. Der Bummelzug wird zudem auch viel leiser sein und in der Fußgängerzone bzw. entlang der Gastgärten für Begeisterung sorgen. "Ich rechne mit Kosten in Höhe von ca. 2.500 Euro jährlich für den benötigten Strom", sagt Bernd Geiger. Der Umbau der weiteren Bummelzüge folgt.

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