Menschen im Gespräch
Maximilian Ortner: Vom Kellertheater zum Musical-Star

Der Linzer Maximilian Ortner steht derzeit im Wiener Ronacher als Bösewicht im Musical Bodyguard auf der Bühne.
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  • Der Linzer Maximilian Ortner steht derzeit im Wiener Ronacher als Bösewicht im Musical Bodyguard auf der Bühne.
  • Foto: Paul Vincenth Schütz
  • hochgeladen von Silvia Gschwandtner

Dem Linzer Maximilian Ortner ist die Schauspielerei praktisch in die Wiege gelegt worden. Zurzeit ist er im Hit-Musical "Bodyguard" in der Rolle des Bösewichts im renommierten Wiener Ronacher zu sehen, durch Zufall.

LINZ. Maximilian Ortner ist die Schauspielerei praktisch in die Wiege gelegt worden. Sein Großvater gründete 1954 das Linzer Kellertheater. Zurzeit ist er im Hit-Musical "Bodyguard" in der Rolle des Bösewichts zu sehen, durch Zufall.

Wolltest du immer Schauspieler werden?

Maximilian Ortner: Es war immer ein Traum. Richtig klar war es aber nicht von Anfang an. Erst als ich ein anderen Weg eingeschlagen habe, bemerkte ich, dass mir etwas fehlt.

Deine Rolle im Musical Bodyguard ist ja deine erste Rolle auf einer großen Bühne. Gibt es schon weitere Pläne in die Richtung?
Oh ja, die gibt es. Erst mal reich und berühmt zu werden. Nein, im Ernst, Pläne zu machen ist in diesem Business besonders schwierig. Aber ich arbeite sehr hart an meiner Zukunft, und wer weiß ...

Wie hast du dich auf das Casting vorbereitet?
Ich konnte mich gar nicht viel vorbereiten, da ich ursprünglich für eine andere, viel kleinere Rolle vorsprechen war. Der Regisseur hat dann aber wohl "mehr" in mir gesehen. Mein Tipp: Text lernen und nichts vornehmen.

Wie hast du dich auf die Rolle als "Stalker" vorbereitet?
Ich habe etwas Fachliteratur zu dem Thema gelesen, Filme gesehen und vor allem mit einer Psychologin aus Basel zusammen ergründet, wie und warum jemand solch starke Obsessionen entwickelt. Ich entdecke dabei einige Parallelen zu Jean-Baptiste Grenouille, dem Protagonisten in „das Parfum“. Das Buch und er waren treue Begleiter meiner Rollenarbeit.

Was ist die besondere Herausforderung deiner Rolle?
Ich finde es immer besonders herausfordernd, die "guten" oder "nachvollziehbaren" Seiten einer psychopathischen oder von Grund auf bösen Figur zu entdecken, zu beleuchten und ans Licht zu bringen. Je facettenreicher eine Figur ist, desto interessanter ist ihre Darstellung. In diesem konkreten Fall musste ich sehr tief graben!

Wie sieht dein Tagesablauf als Musical-Star aus?
Zum Tagesablauf als Musical-Star fehlen mir zwei essenzielle Eigenschaften: Ich kann nicht tanzen und ich kann nicht singen. Als Schauspieler allerdings, läuft mein Tag folgendermaßen ab: Ich stehe auf und gehe erst mal ungefähr zwei Stunden trainieren. Danach koche ich, esse und lese ein wenig. Kurz darauf ist es dann meistens schon Zeit, mich aufs Rad zu setzen und ins Theater zu fahren. Dort trinke ich mit meinen Kollegen einen Kaffee und dann hat jeder sein eigenes Ritual. Bei mir ist es Matcha, Musik und eine kalte Dusche, bevor die Show dann losgeht.

Hast du ein bestimmtes Vorbild oder einen Mentor?
Ich bin in einer Theaterfamilie groß geworden. Das gab mir die Möglichkeit, immer zu den großen schauspielerischen Leistungen meines Vaters und meines Großvaters aufzublicken. Die Leidenschaft und die Liebe zum Beruf, die die beiden hatten und haben, ist eine große Inspiration.

Kannst du dir vorstellen, nach Linz ins Kellertheater zurückzukehren?
Irgendwann, bestimmt!

Herzlichen Dank für das Gespräch
"Bodyguard" ist im Wiener Ronacher noch bis 30. Juni zu sehen. Informationen, Spieltermine und Tickets HIER.

Der Linzer Maximilian Ortner steht derzeit im Wiener Ronacher als Bösewicht im Musical Bodyguard auf der Bühne.
Als "Stalker" steht Maximilian Ortner beinahe täglich auf der Bühne des Wiener Ronachers.

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