Homeoffice
Mit Kindern im Homeoffice

Kind und Homeoffice sind oft eine Herausforderung.
  • Kind und Homeoffice sind oft eine Herausforderung.
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  • hochgeladen von Christian Diabl

Trotz der ungewohnten Situation scheint das neue Leben für viele Familien gut zu funktionieren.

LINZ. Viele Menschen sind durch die Krise gefordert. Das gilt auch für Familien, die sich plötzlich alle gemeinsam in der Wohnung finden und oft Arbeit im Homeoffice und die Kinder unter einen Hut bringen müssen. Ein Rundruf der StadtRundschau hat ein vielschichtiges Bild ergeben, das je nach Job, Wohnungsgröße, Zahl und Alter der Kinder variiert. Beinahe alle versuchen, eine Art Tagesstruktur aufrechtzuerhalten, so auch Familie Schmuckermair. Die Eltern sind Lehrer und haben drei Kinder im Alter von zwei, sechs und acht Jahren. Um 8 oder 8.30 Uhr fängt der strukturierte Tag mit einer "Wir-arbeiten-am Tisch-Phase" an. Eva Schmuckermair kommuniziert per E-Mail mit den Eltern ihrer Schüler. Die eigenen Kinder sitzen auch am Tisch. Der Älteste lernt, die jüngeren basteln oder machen Arbeitsblätter.


Garten ist "Riesenvorteil"

Vor dem Mittagessen geht es meist noch raus in den Garten – ein "Riesenvorteil und Privileg", wie Frau Schmuckermair sagt. Noch ein Vorteil: Die Kinder beschäftigen sich gut untereinander. Trotzdem bleibt darüber hinaus nicht viel Zeit: "Man denkt sich vorher, man bringt im Haus was weiter, aber das kann man sich abschminken." Beide unterrichten auch in der Musikschule, aber da liegt der Unterricht auf Eis. Geplant ist, für die Musikschüler Videos aufzunehmen, das sei aber ein großer Aufwand.


Mittagessen mit dem Vater

Nicht so viel verändert hat sich für eine junge Mutter, die derzeit in Karenz ist. Die dreijährige Tochter aber beginnt die Situation zu hinterfragen, denn der Vater arbeitet nun vom Wohnzimmer aus, eigentlich auch Spielzimmer, wo er nicht gestört werden darf. Die gewohnten Arbeitszeiten hält er penibel ein, hat viele Telefonkonferenzen. Die Mutter sorgt dafür, dass "niemandem die Decke auf den Kopf fällt". Vorteil am Homeoffice: Das Frühstück ist entspannter, beim Mittagessen ist der Vater dabei. Und gekocht wird jetzt viel mehr selbst. Nur beim Spazierengehen hat sie ein "ungutes Gefühl".


"Mehr Kontakte als vorher"

Familie Schmuckermair berichtet noch von weiteren Veränderungen: Die Nachrichten schauen sie nicht mehr so oft wie am Anfang der Krise: "Das drückt die Stimmung." Am Abend jedoch setzen sie sich hin und rufen ganz bewusst Leute an und fragen, wie es ihnen geht. "Ich habe jetzt mehr Kontakte als vorher, wenn das Alltagsrad rennt", erzählt Frau Schmuckermair.

Autor:

Christian Diabl aus Linz

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