Mit Pauken und Trompeten dem Untergang entgegen …

Die Linzer Theatergruppe theater@work produziert seit 2005 unter der Leitung von Heidelinde Leutgöb und Alfred Rauch sehr erfolgreich professionelle Theaterproduktionen an außergewöhnlichen Schauplätzen in Linz. Nach dem großen Erfolg im Vorjahr mit dem Stück "Der Vorname" in der OÖ Landesbibliothek wagt sich die Gruppe heuer an die bisher größte und aufwendigste Theaterproduktion. Von 15. Juli bis 2. August dieses Jahres gibt es die Sozialkomödie "Brassed off" nach dem gleichnamigen Film von Paul Allen in der Arbeiterkammer Linz zu sehen.

Lebensfrohe Liebeserklärung an die Menschen

Der Film wurde 1997 bei Kritik und Publikum zu einem der größten Kinoerfolge des Jahres. Auch die Bühnenadaption von Paul Allen zeichnet sich durch schrägen, schlagfertigen Humor, erfrischende Direktheit und menschliche Wärme aus. Die Kohlenzeche im Nordenglischen Grimley bildet für den Großteil der Bewohner Lebensinhalt und Existenzgrundlage gleichermaßen. Ihr ganzer Stolz ist die vom pensionierten Danny mit strenger Hand geführte traditionsreiche Gruben-Brassband. Als die Konzernleitung beschließt, die Zeche zu schließen, beginnen die von Existenzangst geplagten Kumpel auch das Interesse an der Blaskapelle zu verlieren. Das Untergangsszenario erfasst alle Lebensbereiche, Ehen drohen zu scheitern, Familien zu zerbrechen. Ausgerechnet da bewirbt sich die attraktive Gloria als erstes weibliches Mitglied für die Band und sorgt damit für erhebliche Unruhe unter den Mitgliedern. Doch dem energischen Dirigenten Danny und den Frauen der Kumpel, die sich mit aller Vehemenz gegen den sozialen Abstieg wehren, gelingt es, bei den mutlos gewordenen Männern wieder Hoffnung und Kampfbereitschaft zu wecken. Für Danny ist die Band Lebensinhalt und Lebensretter zugleich. Unbeirrt von der grauen Realität und der noch schwärzeren Zukunft seiner Bläser hält er an seinem Plan fest, die Jahresendausscheidung der besten Blaskapellen Englands in der Londoner Royal Albert Hall zu erreichen. Der Weg dorthin wird überschattet von Krankheit, Geldknappheit, Depression, Existenzangst und totaler Verzweiflung. Aber er gibt den durch den drohenden Jobverlust traumatisierten Männern jenes Selbstbewusstsein wieder zurück, das sie zum Überleben in dieser schwierigen Zeit so dringend brauchen. Und er wird zu einer großen symbolischen Geste des Widerstandes.

Kartenpreis: 24 Euro (21 Euro ermäßigt)
Telefonische Kartenreservierung unter 050/6906-7000

Autor:

Nina Meißl aus Linz

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