Gestaltungsbeirat
Möbelhaus an Donaulände vorerst gestoppt

Zwischen der Hafenstraße und dem Donaupark-Stadion hätte ein großes Möbelhaus entstehen sollen.
  • Zwischen der Hafenstraße und dem Donaupark-Stadion hätte ein großes Möbelhaus entstehen sollen.
  • Foto: Potocnik
  • hochgeladen von Christian Diabl

Der Gestaltungsbeirat hat die Pläne für ein Möbelhaus an der Donaulände abgelehnt. Nun ist die Städtebauliche Kommission am Zug.

LINZ. Der Gestaltungsbeirat der Stadt Linz hat den Plänen für ein Möbelhaus der Firma XXXLutz an der Hafenstraße nahe dem Donaupark-Stadion eine Absage erteilt. Der Entwurf vom Linzer Architekturbüro Kneidinger sah einen zirka 100 Meter langen, 60 Meter breiten und 25 Meter hohen Baukörper mit einer Geschäftsfläche von etwa 29.500 Quadratmetern auf fünf Ebenen vor.

"Nicht angemessen"

Der Gestaltungsbeirat befand das Projekt an dem sensiblen Standort nicht angemessen. Der wuchtige Baukörper würde die Straße Richtung Donau abriegeln und keine Durchblicke bieten. Der Beirat sieht dagegen die Chance, ergänzende Nutzungen für die Öffentlichkeit, wie außerhalb der Geschäftszeiten zugängliche Freizeitflächen, zu schaffen. 

Die Kritiker des Projekts sind erfreut:

"Der Beirat hat Weitblick bewiesen und richtig Stärke gezeigt. Das Projekt ist in seiner Gesamtheit zu hinterfragen und neu zu planen", sagt Neos-Gemeinderat Lorenz Potocnik.

Auch die Grünen fühlen sich bestärkt:

„Der Standort ist für ein derartiges Großprojekt ungeeignet und würde nur die Luft- und Verkehrsprobleme weiter verschärfen. Ich gehe davon aus, dass das Projekt an diesem Standort nun definitiv vom Tisch ist", so Verkehrssprecher Klaus Grininger.

Projekt nicht vom Tisch

Doch da könnten sich die Kritiker täuschen. Denn wie die OÖN berichtet haben, ist das Projekt nicht vom Tisch. Ein neuer Entwurf, der die Kritik des Beirats berücksichtigt, könnte eine Chance auf Realisierung haben. Zuerst ist aber die Städtebauliche Kommission am Zug und wird Planungsziele für das Areal definieren.
Vizebürgermeister Markus Hein dazu:

„Die Möglichkeit, an diesem prominenten Standort einen Mehrwert für die Linzer zu schaffen, muss unbedingt genutzt werden”.

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