BezirksRundschau-Christkind 2020
"Patrick und ich sind ein gutes Team"

Der 17-jährige Patrick leidet seit seiner Geburt an einer spastischen Tetraparese. Seine Mutter Angela pflegt ihn Rund um die Uhr.
5Bilder
  • Der 17-jährige Patrick leidet seit seiner Geburt an einer spastischen Tetraparese. Seine Mutter Angela pflegt ihn Rund um die Uhr.
  • Foto: BRS/Gschwandtner
  • hochgeladen von Silvia Gschwandtner

Der 17-jährige Patrick leidet seit seiner Geburt an spastischer Tetraparase. Er kann weder sprechen noch sitzen und muss über eine Sonde ernährt werden. Seine Mutter Angela kümmert sich rund um die Uhr um ihn. Vor kurzem ist die elektrische Hebehilfe kaputtgegangen. Eine Neuanschaffung kostet rund 3.000 Euro, die der Mutter aber fehlen. Mit unserer jährlichen Christkind-Aktion möchten wir die Familie unterstützen.

LINZ. "Patrick und ich sind ein gutes Team", erzählt Angela Jakob. Patrick ist ihr drittes Kind, die Schwangerschaft verlief problemlos. Sie vermutet einen Sauerstoffmangel bei der Geburt als Ursache für die schweren Beeinträchtigungen ihres Sohnes. Für die Anerkennung als Behandlungsfehler kämpfte sie sieben Jahre vor Gericht, ohne Erfolg.

"Ich wollte Patrick immer selbst pflegen"

Diagnostiziert wurde eine spastische Tetraparese. Das bedeutet alle vier Gliedmaßen sind gelähmt. Außerdem kam gleich nach der Geburt eine bakteriell verursachte Entzündung der Gehirnhäute dazu. Bis heute hat er dadurch mehrmals im Monat epileptische Anfälle. "Er hatte von Anfang an keine gute Prognose", sagt Mutter Angela, "jetzt ist er aber schon 17 Jahre alt." Eine Pflegeeinrichtung ist für sie keine Option. "Ich wollte ihn immer selbst pflegen, auch wenn es manchmal eine große psychische Belastung für mich ist." 

Patrick kann weder sprechen noch sitzen und muss über eine Sonde ernährt werden.
  • Patrick kann weder sprechen noch sitzen und muss über eine Sonde ernährt werden.
  • Foto: BRS/Gschwandtner
  • hochgeladen von Silvia Gschwandtner

Die Betreuung ist ein Fulltime-Job

Als Alleinerziehende lastet die gesamte Verantwortung auf Angela Jakob. Drei Jahre nach der Geburt wurde ihre Ehe geschieden, der Vater ist inzwischen verstorben. Patrick kann nicht sprechen, nicht selbstständig sitzen und muss über eine Sonde ernährt werden. "Ich kann aber mit ihm kommunizieren", bestätigt die Mutter, "ich weiß genau, ob es ihm gut geht, oder ob er gerade etwas braucht."  Die Betreuung ist ein Fulltime-Job – damit Angela Jakob für Einkäufe und Erledigungen das Haus verlassen kann bekommt sie Unterstützung von der Mobilen Kinderkrankenpflege (MOKI).

Ein- bis zweimal pro Woche kommt Physiotherapeutin Frauke Kühne ins Haus. In dieser Zeit kann auch Mutter Angela einmal kurz Pause machen.
  • Ein- bis zweimal pro Woche kommt Physiotherapeutin Frauke Kühne ins Haus. In dieser Zeit kann auch Mutter Angela einmal kurz Pause machen.
  • Foto: BRS/Gschwandtner
  • hochgeladen von Silvia Gschwandtner

Keine Hilfe während Lockdown möglich

Ein- bis zweimal pro Woche kommt auch Physiotherapeutin Frauke Kühne vorbei. Das sind die wenigen Minuten, in denen Angela Jakob kurz durchatmen kann. Während der Corona-Krise ist diese Hilfe von außen allerdings nur eingeschränkt möglich, da Patrick als Hochrisikopatient gilt. "Im ersten Lockdown konnte ich das Haus wochenlang nicht verlassen", so Jakob. Eine wichtige Stütze ist für die alleinerziehende Mutter auch der "Sozialverein Miteinander". Familienberaterin Nicole Kepplinger begleitet sie seit 2005 bei allen wichtigen Anträgen bezüglich Pflegegeld und Zuschüssen. "Frau Kepplinger ist wirklich ein Engel", sagt Angela Jakob.

Die elektrische Hebehilfe ist leider vor kurzem kaputtgegangen. Eine Neuanschaffung kostet 3.000 Euro.
  • Die elektrische Hebehilfe ist leider vor kurzem kaputtgegangen. Eine Neuanschaffung kostet 3.000 Euro.
  • Foto: BRS/Gschwandtner
  • hochgeladen von Silvia Gschwandtner

Elektrische Hebevorrichtung ist defekt

Vor kurzem ist der dringend benötigte Deckenlifter kaputtgegangen. Diese elektrische Hebevorrichtung braucht Angela Jakob, wenn sie Patrick aus dem Bett in den Rollstuhl oder in die Badewanne befördern muss. "Ein neues Gerät kostet rund 3.000 Euro. Das habe ich gerade nicht übrig", so Jakob. Mit einem kleinen Beitrag können Sie im Rahmen unserer BezirksRunschau-Christkind-Aktion jetzt die Famile unterstützen.

Virtueller "Lauf fürs Christkind"

Da sämtliche Veranstaltungen rund ums BezirksRundschau-Christkind heuer ausfallen müssen, hat die BezirksRundschau den Christkindlauf am 8. und 9. Jänner 2021 ins Leben gerufen. Privatpersonen, Vereine, Firmenteams etc. können virtuell laufen und real helfen. Anmeldungen ab sofort unter: meinbezirk.at/christkind

So können Sie Patrick helfen

Spenden Sie jetzt an den Verein BezirksRundschau-Christkind* in Linz für Patick. Zahlscheine liegen ab Mitte November in den Raiffeisenbanken auf oder überweisen Sie per Online-Banking:

Verein BezirksRundschau-Christkind
Raiffeisenlandesbank OÖ
IBAN: AT78 3400 0000 0277 7720
SWIFT: RZOOAT2L
Die Spenden werden automatisch im Steuerausgleich berücksichtigt. Bitte geben Sie dafür im Verwendungszweck folgende Daten vollständig an, da nur so eine Zuweisung garantiert werden kann:
• Kennwort "Linz"
• Vor- und Zunamen
• Geburtsdatum
• Adresse
Datenschutzinfo für Spender:
meinbezirk.at/ds-christkind

*Dr. Herbert-Sperl-Ring 1, 4060 Leonding, ZVR 863416870, SO-6854

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?

Werde Regionaut!

Jetzt registrieren

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.