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Schutzmasken prägen jetzt das Stadtbild

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Maskenpflicht schützt vor Tröpfcheninfektion. Linzerinnen wie Iris Kainberger nähen sie einfach selbst.

LINZ. Seit Montag, 6. April, ist das Tragen einer Nasen-Mund-Schutzmaske beim Einkauf Pflicht – nach Ostern dann auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt. "Das ist in Bereichen, in denen nicht gänzlich auf Kontakt verzichtet werden könnte, sinnvoll", sagt Bernd Lamprecht, Leiter der Klinik für Lungenheilkunde am Kepler Universitätsklinikum (KUK), im Rahmen eines Interviews mit JKU-Rektor Meinhard Lukas. Die relativ einfachen Masken schützen den Träger nicht vor einer Infektion, vermögen aber die Umgebung zu schützen", so der Lungenspezialist. Verwendet werden sollten sie nur, solange sie nicht verunreinigt oder durchnässt sind. Werden einfache Grundregeln beachtet, können die Mund-Nasen-Masken „zwei- oder dreimal verwendet werden“. Beim Aufsetzen sollte die Maske innen nicht berührt werden. Nach dem Abnehmen sei das Händewaschen empfehlenswert.

Schutz vor Tröpfcheninfektion

Beim Virus SARS-CoV-2 erfolge eine „Ansteckung hauptsächlich über Husten und Niesen“, sagt Lamprecht. Wegen dieser sogenannten Tröpfcheninfektion ist das Einhalten des Abstands von einem oder zwei Metern wichtig. Das Virus sei in geschlossenen Räumen für einige Stunden in der Luft nachweisbar. Auf Oberflächen halte es sich für mehrere Tage. Das Risiko, sich über die Plastikverpackung beim Einkauf anzustecken, sei jedoch vergleichsweise gering: „Der Kontakt zu jemand anderem oder möglicherweise das Sprechen miteinander ist wesentlich wahrscheinlicher als Infektionsquelle“, sagt Lamprecht.

Linzerin nähte bereits 85 Masken

Viele Linzer setzen auch auf selbst angefertigte Masken. Iris Kainberger hat bereits 85 solcher Masken genäht. „Zuschneiden, nähen, bügeln, Gummi durchziehen“ – etwa zwanzig Minuten benötigt sie für ein Modell. "Die Masken nähe ich doppelt – damit man, wenn gewünscht, einen Filter reingeben kann. Für Brillenträger näht sie eine zusätzliche Naht ein, damit ein Bügel eingezogen werden kann. "Damit die Brille nicht immer angeschlagen ist, wenn man atmet", sagt Kainberger. In den sozialen Medien hat sie die Masken bereits an all jene verschenkt, die vielleicht keine Nähmaschine zu Hause haben: "Wenn man zusammenhält und sich gegenseitig hilft, wird alles ein bisschen leichter – Solidarität fetzt", sagt Kainberger.

"Wenn wir zusammenhalten, wird alles leichter", sagt Iris Kainberger, die bereits mehr als 85 Masken genäht hat.
  • "Wenn wir zusammenhalten, wird alles leichter", sagt Iris Kainberger, die bereits mehr als 85 Masken genäht hat.
  • Foto: Kainberger
  • hochgeladen von Andreas Baumgartner

Kunden im Bioladen bringen Masken selber mit

In kleineren Geschäften mit weniger als 400 Quadratmetern Verkaufsfläche müssen sich Kunden Nase und Mund nicht bedecken. „Die meisten Kunden bringen ihre eigenen Masken mit“, sagt Alois Stingeder, Inhaber von „Inges' Bio-Café“. Das Verkaufspersonal im Laden in der Hauptstraße trägt selbst keine Masken. Da es sich um ein Bedienergeschäft handle, seien Mitarbeiter und Kunden sowieso ausreichend voneinander getrennt. Zugangsbeschränkungen im Geschäft sind kein Thema. „Bei uns schaut die Kundschaft aufeinander und alle halten den Abstand ein“, setzt Stingeder auf die Eigenverantwortung.

Schutzmasken auch auf Grünmärkten

Auch Vizebürgermeister und Marktreferent Bernhard Baier ruft beim Besuch der Linzer Grünmärkte zur Rücksicht auf: "Aktuell ist der Markt nicht wie gewohnt ein Treffpunkt, sondern erfüllt seine Aufgabe als wichtiger regionaler Versorger." An Marktbesucher, Marktbeschicker und Kojenbetreiber verteilt die Stadt nun ebenfalls Schutzmasken.

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