Sorge um soziale Stadt

Die Stadt Linz gilt im Sozialbereich dank eines breiten Angebots als Musterstadt. Diesen Status sieht die Sozialsprecherin der Linzer Grünen, Gemeinderätin Marie-Edwige Hartig, durch Einsparungen allerdings gefährdet. "Dass gespart werden muss, ist klar. Einschnitte im Sozialbereich sind aber besonders gefährlich, da dadurch am Zusammenhalt der Gesellschaft und an der Zukunft unserer Stadt gespart wird", so Hartig. In einer bunten Stadt wie Linz, in der 150 verschiedene Nationalitäten zusammenleben seien niederschwellige Zugänge zu Beratungen, Vernetzungstreffen und Begegnungen in konsumfreien Räumen von großer Bedeutung. Gerade wenn vermehrt Personen aus anderen Ländern kommen und gleichzeitig die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinandergeht. "Ein niederschwelliges Angebot hilft rasch soziale Kontakte zu knüpfen und sich zu integrieren. Fehlen hingegen solche Orte der Begegnung, steigt die Gefahr, dass die Gesellschaft auseinanderdriftet", so Hartig.
Kritik übt sie auch an den nur teilweise umgesetzten Plänen zu den Stadtteilzentren. "Im Jahr 2012 hat der Gemeinderat sieben Stadtteilzentren beschlossen, umgesetzt wurden gerade einmal zwei. Die Pläne für die fünf übrigen sind in der Schublade verschwunden", so Hartig. Auch die Volkshäuser als wichtige Begegnungszonen sieht die Grüne Sozialsprecherin in Gefahr. Sie kritisiert auch die Schließung mehrerer Jugendzentren aus Kostengründen sowie die Einsparungen bei den Clubs Aktiv für Senioren. "Man darf nicht zulassen, dass Linz den Status einer sozialen Musterstadt verliert", so Hartig.

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