Spielplätze im Härtetest: Ein Ort zum Netzwerken

Längere Wege zahlen sich aus, viele Spielplätze im Zentrum sind stark verdreckt. Foto: gap
5Bilder
  • Längere Wege zahlen sich aus, viele Spielplätze im Zentrum sind stark verdreckt. Foto: gap
  • hochgeladen von Johannes Grüner

LINZ (jog, gap). In Linz gibt es 112 Spielplätze, die besonders für die Kleinsten Abwechslung und Kontakt zu Gleichaltrigen bieten. „Der Spielplatz hat viele wichtige Funktionen. Eine davon ist, außerhalb der Schulklasse oder der Kindergartengruppe Freundschaften zu pflegen. Auch der Austausch und die Vernetzung unter Eltern funktioniert hier besonders gut“, sagt Markus Benedikt, Geschäftsführer der Linzer Kinderfreunde. Sauberkeit und Sicherheit ist den Eltern im Zusammenhang mit Spielplätzen ein besonderes Anliegen. Manche Anlagen, speziell in Zentrumsnähe, sind allerdings oft stark verschmutzt – in Sandkisten findet man nicht selten Zigarettenstummel, leere Flaschen oder Bierdosen. „Leider werden Spielplätze immer wieder mal zweckentfremdet. Im schlimmsten Fall hilft hier nur mehr verstärkte Polizeipräsenz“, so Benedikt. Besonders Spielanlagen im Hessenpark oder in der Nähe des Krempl-Hochhauses machen regelmäßig negative Schlagzeilen. Es zahlt sich also aus, ein bis zwei Haltestellen weiter zu fahren, um Ruhe und Natur zu genießen. Die Redaktion der StadtRundschau hat sich auf einigen Spielplätzen im Stadtgebiet umgesehen, und sie auf Sauberkeit, Spaßfaktor und Infrastruktur getestet.

Für die Testgergebnisse einfach durch die Bildergalerie klicken. Sie spiegeln die subjektive Beurteilung der Tester wider. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.

Checkliste

Folgende Dinge machen einen guten Kinderspielplatz aus:

• Der Spielplatz ist durch Zäune, Drehkreuz, hohe Sträucher oder andere Barrieren von umliegenden Straßen geschützt.
• Die auf dem Spielplatz vorhandenen Pflanzen sind ungiftig.
• Der Boden besteht aus weichen Materialien wie Rindenmulch, Gras oder Sand – das vermindert die Verletzungsgefahr, wenn das Kind mal fällt.
• Zwischen den einzelnen Geräten ist reichlich Abstand.
• Rutschen und Wippen haben Haltegriffe.
• Ecken und Kanten sind abgerundet.
• Das gesamte Gelände, z.B. Rasen und Sand, ist gepflegt und frei von spitzen Gegenständen wie Glasscherben oder Verunreinigungen wie Kot, Dosen oder Zigaretten.
• Es sind genügend Abfalleimer vorhanden, und sie werden regelmäßig geleert.

Kommentar

Spielplätze sind ein wichtiger Bestandteil der städtischen Infrastruktur. Speziell bei großen Wohnbauprojekten werden heute ausgeklügelte Freizeitkonzepte für Kinder mitgedacht. Sie sind ein wesentlicher Faktor für Lebensqualität in der Stadt. Junge Mütter und Väter, die im vierten Stock eines Betonbunkers ohne Garten leben sind froh, wenn sich ihr Nachwuchs zwei Straßen weiter im Grünen austoben kann. Während die Eltern über geeignete Erziehungsmethoden diskutieren, tragen die Kleinen Revierkämpfe aus oder trampeln über die Sandburg des Nachbarkinds. Ein kurzer Schreikrampf, dann ist es gut. Gleich herrscht wieder Harmonie und Ruhe zwischen Schaukel und Rutsche. Der Spielplatz ist oft die erste Gelegenheit, soziale Kompetenzen zu entwickeln. An den ersten Sandkistenfreund erinnert man sich schließlich gerne zurück. Was man in Linz sonst noch außerhalb der eigenen vier Wände im Sommer unternehmen kann, lesen Sie im Sonderthema „Urlaub daheim“.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen