Studierende bringen Kunst ins Krankenhaus

Ein riesiges Graffiti von Julia Heinisch verschönert die Radiologie.
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  • Ein riesiges Graffiti von Julia Heinisch verschönert die Radiologie.
  • Foto: Gregor Graf
  • hochgeladen von Nina Meißl

Mehr als 20 ortsbezogene Kunstprojekte haben Studierende der Kunstuniversität Linz am Ordensklinikum Barmherzige Schwestern entwickelt. In den vergangenen Monaten entstanden Wandmalereien, Wandzeichnungen, Reliefs, Filme, Videos, Interventionen sowie ein multifunktionales Kindermöbel. Diese sind ab sofort in den öffentlich zugänglichen Bereich und Aufenthaltsräumen des Krankenhauses zu bestaunen.

Der Prozess von der Idee bis zur Ausführung dauerte rund ein Jahr. Der Großteil der Arbeiten sind Wandmalereien, graphische und textile Arbeiten, die direkt an Wand oder Decke umgesetzt wurden und dadurch einen direkten Kontakt mit dem Gebäude herstellen. Zusätzlich entstanden ein Relief, drei Videos, die auf Bildschirmen im Krankenhaus ausgestrahlt werden oder in einer eigenen Installation laufen, ein hochkomplexes, multifunktionales Spielobjekt für Kinder, ein Mobile mit Kokons aus selbstgeschöpftem Papier in einem Stiegenhaus, eine Installation mit Zeichnungen, die die (eigene) Erfahrung der Flucht aus dem Kriegsgebiet in Syrien thematisiert und ein großes Tagebuch im Warteraum der Strahlentherapie.

Permanente Galerie

Involviert waren Studierende der Lerhamtsstudien Bildnerische Erziehung, Gestaltung: Technik.Textil sowie der Studienrichtungen Malerei & Grafik, textil • kunst • design, raum&designstrategien und Bildhauerei – transmedialer Raum sowie vier Erasmus-Studierende aus der Schweiz, aus Polen, Deutschland und Estland. Sie konnten hier ihre Ideen realisieren und erlangten durch das Kooperationsprojekt große Erfahrungen in Entwurf und Ausführung. Das Krankenhaus erhielt eine permanente Galerie von unschätzbarem Wert. Mit der teils großflächigen Kunst wird im Krankenhaus ein neues Orientierungssystem eingeführt. Thematisch orientieren sich die Arbeiten an architektonischen und räumlichen Gegebenheiten, an den verschiedenen Abteilungen, die unterschiedliche Ansatzmöglichkeiten bieten, an Kommunikationsprozessen sowie an persönlichen inhaltlichen Interessen.

"Etwas fröhlicher machen"

„Wir sind sehr stolz, dass gemeinsam mit jungen Künstlerinnen und Künstlern etwas Neues, Einzigartiges entstanden ist, das seinesgleichen im öffentlichen Raum sucht. Die Arbeiten schaffen Orientierung für Patientinnen und Patienten, geben Raum für Gedanken, die dort und da von Krankheit und Leid ablenken, so manche Wartezeit verkürzen und damit unser Ordensklinikum Linz etwas fröhlicher und bunter machen, als man es von einem Klinikum erwarten würde" sagt Walter Kneidinger, Geschäftsführer des Ordensklinikums Linz. Auch Kunstuni-Rektor Reinhard Kannonier freut sich über die Kooperation: "Es ist für die Kunstuniversität Linz, die sich ihrem Selbstverständnis nach gesellschaftlich verpflichtet sieht, eine besonders große Freude und Herausforderung, mit einer Institution wie dem Ordensklinikum ein gemeinsames Projekt durchzuführen. Kunst und Genesung werden ja schon lange miteinander auch therapeutisch in Verbindung gebracht, aber es gibt darüber hinaus noch etliche weitere Berührungsfelder. Ich danke dem Ordensklinikum für die Initiative und ich danke Professor Hubert Lobnig und seinem Team, vor allem natürlich den Studierenden, für die Umsetzung.“

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