NeuBau3
Tabakfabrik öffnet sich und wächst in die Höhe

Der Innenhof mit dem Peter-Behrens-Platz.
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  • Der Innenhof mit dem Peter-Behrens-Platz.
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Der NeuBau3 der Tabakfabrik soll bis 2025 fertiggestellt sein und eine neue Landmark bilden. Am Entwurf gibt es aber auch Kritik.

LINZ. Die Pläne für den NeuBau3 am Areal der Tabakfabrik (TFL) liegen nun auf dem Tisch. Wie berichtet, wird der nicht denkmalgeschützte Teil abgerissen und an seiner Stelle auf 11.000 m² ein 104 Meter hoher Turm samt Nebengebäude errichtet. Es entstehen unter anderem Räumlichkeiten für Wohnungen, größere Handelsbetriebe, ein Hotel und eine Tiefgarage mit 720 Stellplätzen. Dreh- und Angelpunkt für den Zutritt zur TFL wird das Hauptportal an der Gruberstraße.

„Mit dem NeuBau3 öffnet sich das einst völlig von seiner Umgebung abgeschottete Areal Richtung Westen und verwandelt sich auch architektonisch von der verschlossenen Fabrik in einen Teil der Stadt", sagt TFL-Direktor Chris Müller.

"Große Herausforderung"

Das Projekt wird nach Plänen des Wiener Architekturbüros Zechner & Zechner von der Bodner Gruppe realisiert. Insgesamt werden 160 Millionen Euro investiert.  

„Am Areal der Tabakfabrik Linz in direkter Nachbarschaft zur Architektur von Peter Behrens zu planen, war und ist für unser Team seit dem Start dieses Projektes sowohl eine große Herausforderung als auch ein Motivationsmotor“, sagt Architekt Martin Zechner.

Neue "Landmark" für Linz

Bürgermeister Klaus Luger spricht von einer neuen Landmark, die dem Areal der Tabakfabrik als Leuchtturm für Innovation noch größere Strahlkraft verleihe. 

"Aus Sicht der Stadtentwicklung bildet der NeuBau3 ein zentrales Scharnier zum aufstrebenden Hafenviertel, wertet die östlichen Gewerbegebiete auf und wirkt als Magnet zwischen Zentrum und Donauhafen", so Luger.

"Höchst problematisch"

Kritik kommt von Neos-Fraktionsobmann Lorenz Potocnik. Das Projekt sei überdimensioniert und würde die TFL vollends verstecken.

"Die Höhe bleibt auch gestalterisch höchst problematisch, weil die Tabakfabrik schon selbst eine "Landmark" ist und nun vollends versteckt ist. Sowohl Höhe und Breite des Neubaus werden dem denkmalgeschützten Ensemble der Tabakfabrik in keiner Weise gerecht", so Potocnik.

Anstatt an einem in Zukunft perfekt öffentlich angebundenen Standortes die Tiefgarage auf ein Minimum zu reduzieren, werde nun ein gewaltiger Verkehrserreger geschaffen. Für Potocnik sei das Projekt "in Wirklichkeit ein Ausdruck der städtischen (Planungs-)Schwäche, die Bodner-Gruppe hat das schlicht und einfach ausgenutzt und das Maximum herausgepresst."

Bürgerinitiative optimistisch

Vor der Präsentation der Pläne trafen bei Bürgermeister Klaus Luger Investor, Architekt, Vertreter der Tabakfabrik und der Bürgerinitiative "Tabakfabrik-wir reden mit" zusammen. Anrainer hatten vor massiver Verkehrsbelastung durch die Tiefgaragenausfahrt in der Ludlgasse gewarnt.

„Wir stehen dem Neubau3 positiv gegenüber, weisen aber seit Bekanntwerden der Pläne auf die Verkehrszunahme im Wohngebiet und die Notwendigkeit der Verkehrsberuhigung hin“, so Markus Meisinger, Mitbegründer der Initiative.

Nach einer Prüfung alternativer Ein- und Ausfahrtsmöglichkeiten sollen nun bauliche Veränderungen die Verkehrslage abmildern. Konkret wird es eine zweite Ein- und Ausfahrt der Tiefgarage an der Unteren Donaulände geben. Zudem wurden weitere Gesprächstermine zugesagt. "Der Dialog geht weiter", so die Initiative.

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