Urbanes Wohnen wird in Linz neu gedacht

Das Areal der Hillerkaserne ist das größte Stadtentwicklungsgebiet in Linz. Hier sollen vor allem Wohnungen entstehen.
  • Das Areal der Hillerkaserne ist das größte Stadtentwicklungsgebiet in Linz. Hier sollen vor allem Wohnungen entstehen.
  • Foto: StPl/Pertlwieser
  • hochgeladen von Nina Meißl

Immer mehr Menschen möchten in Linz wohnen. Das Bauland in der Stadt ist jedoch knapp. Die hohe Nachfrage, das begrenzte Flächenangebot und die unterschiedlichen Wohnbedürfnisse führen dazu, neue Möglichkeiten urbanen Wohnens zu denken. Dazu gehört, öffentliches Grünland zu sichern, etwa indem man Dächer in Grün- und Freiflächen umwandelt, oder die Entrümpelung der gesetzlichen Vorschriften und Normen, die den Wohnbau in den vergangenen Jahren verteuert haben.

Bürger miteinbeziehen

Künftig will man in Linz auch die Interessensgruppen im Wohnbau stärker miteinbeziehen. Als Modellregion könnten die Kaserne Ebelsberg und die angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen dienen – mit 33 Hektar ist dieses Gebiet die größte Stadtentwicklungsfläche in Linz. Es soll vor allem für Wohnungen genutzt werden. Bereits im Vorfeld der Entwicklungen und unabhängig von der geplanten Bebauung soll mit Architekten, Landschaftsplanern und interessierten Menschen diskutiert werden, welche Möglichkeiten auf diesem Areal geschaffen werden könnten. „Durch ein kooperatives Verfahren könnte ein höheres Maß an Umsetzungsqualität erreicht werden. Als Vorbereitung zum städtebaulichen Wettbewerb könnte ich mir diese Form der aktiven Einbindung sehr gut vorstellen“, sagt Bürgermeister Klaus Luger.

Kreativität im Wohnbau

Areale wie beim Linzer Schlachthof oder am Winterhafen ermöglichen auch unkonventionelle Formen des Wohnbaus. Die Dichte der Stadt fordert von Architekten und Bauherren umsichtige Planung und viel Kreativität. In Zukunft müssen wir ins Auge fassen, in die Höhe zu bauen, um den steigenden Wohnbedarf zu befriedigen und gleichzeitig unsere öffentlichen Grünflächen zu sichern“, so Luger. Auf den Dächern könnte künftig kleine Grün- und Freiflächen entstehen, die die Lebensqualität erhöhen. Luger sieht darin einen wesentlichen Aspekt der Nachhaltigkeit: „Gerade heute, wo Nachhaltigkeit und Ökologie eine hohe Bedeutung zukommen, geben begrünte Dächer und Terrassen einen Teil des verbauten, versiegelten Raumes wieder zurück. Sie schaffen neue Biotope, binden Feinstaub und sorgen als Sauerstoffproduzent für ein besseres Klima."

Hybrides Wohnen

In Zukunft wird auch dem Zusammenspiel von Wohnen und Arbeiten eine größere Bedeutung zukommen. Dafür braucht es neue Wohnformen. Diese Art des unkonventionellen Wohnens könnte dahingehend aussehen, dass beispiels- weise im Erdgeschoß sowohl gearbeitet werden kann als auch die Umwandlung in Cafés durchaus möglich ist. Es werden Arbeits- und Kollektivräume geschaffen, die flexibel nutzbar und die bei Bedarf auch öffentlich zugänglich sind.

Autor:

Nina Meißl aus Linz

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.