Naturschutzbund OÖ
Was tun gegen Wühlmäuse?

Turmfalke mit Wühlmaus © Johann Sperrer

Landwirte stehen derzeit mancherorts vor durchlöcherten Feldern und Wiesen. Man will es kaum glauben, was kleine Nagetiere wie Scher- und Feldmaus alles anrichten können. Die Schäden im Grünland und Ackerbau entstehen insbesondere durch den Fraß an der Grasnarbe. Während die Schermaus unterirdisch frisst, zerstört die Feldmaus die Grasnarbe oberirdisch, wodurch die gesamte Blattmasse abstirbt, so die Biologin Heidi Kurz vom Naturschutzbund Oberösterreich. Die Ursachen für eine Massenvermehrung sind vielfältig. Auch milde Winter tragen dazu bei. Dieser Artikel widmet sich jedoch den Möglichkeiten der Mäusebekämpfung mittels tierischer Helfer.

Fördern wir die natürlichen Feinde, reduzieren sich die Mäuse!
Die natürlichste, effektivste, günstigste und bequemste Art der Nager-Bekämpfung ist die Förderung der natürlichen Feinde. Das sind Eulen wie zum Beispiel Waldohreule oder Waldkauz, Mäusebussard, Turmfalke, alle Reiherarten, Weiß- und Schwarzstorch, Krähe, Elster, Fuchs, Stein- und Baummarder, Illtis, Hermelin sowie Mauswiesel und teilweise auch der Dachs.

Eulen
Am effizientesten ist bei der Wühlmausbekämpfung die Waldohreule. Sie ist nach dem Waldkauz eine der häufigsten Eulen in Oberösterreich und bewohnt offenes Land. 90 Prozent ihrer Nahrung besteht aus Mäusen, das sind bis zu 1.000 Stück für die Aufzucht einer Brut. Sie brütet in verlassenen Nestern von Krähen und Elstern, weshalb es wichtig ist, diese zu schützen, denn Eulen bauen selber keine Nester. Ein weiterer Mäusefresser ist der Waldkauz, der in alten Baumhöhlen und auch Spezialnistkästen seine Jungen vorwiegend mit Mäusen aufzieht.

Greifvögel und Falken
Wie der Name schon sagt, ernährt sich der Mäusebussard, unser häufigster Greifvogel, hauptsächlich von Mäusen. Der Turmfalke, ein kleiner rötlichbraune Falke mit spitzen Flügeln und typischen „Rüttelflug“ baut selber keine Nester und brütet ebenfalls wie die Waldohreule in alten Krähen- und Elsternnestern, weiß Heidi Kurz vom Naturschutzbund Oberösterreich. Weiters ist er in Kirchtürmen, Dachböden, Maschinenhallen und Bauernhöfen zu finden und ein geschickter Wühlmausjäger.

Um die Wühlmäuse einzudämmen, empfiehlt der Naturschutzbund, die natürlichen Fressfeinde der Mäuse durch folgende Maßnahmen zu fördern: Hecken als Wanderstrecken und Lebensraum für die Mäusejäger unter den Säugetieren wie Marder, Füchse, etc. sind für eine gesunde Räuber-Beute Beziehungen unerlässlich. Lassen wir doch Bäume stehen, in denen sich die Nester von Krähen und Elstern befinden! Pflanzen und erhalten wir Einzelbäume und Sträucher, die als Ansitzwarten dienen oder stellen wir zwei bis drei Meter hohe Sitzkrücken in die Felder und Wiesen, worauf sich die Mäusejäger sitzen können!

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