Gemeinsam für den Atomausstieg
Anti-Atom-Gipfel in Linz

Am gestrigen Atom-Gipfel in Linz nahmen die Parteienvertreter Adalbert Cramer, Gerda Weichsler-Hauer, Landesrat Stefan Kaineder, Ulrike Schwarz und Josef Rathgeb teil (von links).
  • Am gestrigen Atom-Gipfel in Linz nahmen die Parteienvertreter Adalbert Cramer, Gerda Weichsler-Hauer, Landesrat Stefan Kaineder, Ulrike Schwarz und Josef Rathgeb teil (von links).
  • Foto: Land OÖ/Strobl
  • hochgeladen von Katharina Wurzer

Beim diesjährigen Anti-Atom-Gipfel im Linzer Landhaus wurde die zukünftige Anti-Atom-Arbeit des Landes zwischen allen Landtagsparteien, den NGOs aus Tschechien, Bayern und Oberösterreich koordiniert.

LINZ. Unter der Leitung von Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) lieferten Experten gestern Inputs beziehungsweise wurden gemeinsam Schwerpunkte festgelegt. Im Zentrum steht die gemeinsame Arbeit für einen schrittweisen, europaweiten Atomausstieg.

"Atomkraft kann keinen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Sie ist zu teuer, zu langsam und zu gefährlich", meint Landesrat Kaineder.

Für die "strahlende Hypothek" müssten für Millionen von Jahren Endlager gefunden werden. 

Gegen Laufzeitverlängerungen und Neubauten

Unter den Themen des Anti-Atom-Gipfels waren unter anderem Informationsarbeit, Laufzeitverlängerungen, Leistungserhöhung und Neubauten. So konzentrieren sich die Vereine der oö. Anti-Atom-Offensive auf Aktivitäten gegen den Ausbau von Atomkraftwerken in Tschechien.  Zusätzlich sind derzeit trotz wiederkehrender Störfälle Laufzeitverlängerungen der Reaktoren in Temelin und Dukovany geplant. Oberösterreichs Anti-Atom-Beauftragter Dalibor Strasky führt aus:

"Vom Betreiber CEZ wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die in den nächsten Monaten eine weitere Leistungserhöhung prüfen soll. Damit würde die Leistung insgesamt um 80 MW gegenüber der Auslegungsleistung auf 522 MW je Block erhöht. Ernsthafte Probleme für die Sicherheit sind damit vorprogrammiert".

Im Detail sieht der gemeinsame Kurs laut Kaineder vor, Subventionen für Neubauten zu stoppen und die Laufzeiten von Atomkraftwerken zu beschränken. Wenn in der EU beides gelinge, könne ein schrittweiser europaweiter Atomausstieg erreicht werden.

Autor:

Katharina Wurzer aus Linz

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