Trotz neuer Corona-Rekordzahlen
Bürgermeister Luger sieht keine zweite Welle auf Linz zurollen

"Die Corona-Ampel ist unbedeutend", ist Bürgermeister Klaus Luger über die bundesweit einheitlichen Verschärfungen der Bundesregierung erfreut.
  • "Die Corona-Ampel ist unbedeutend", ist Bürgermeister Klaus Luger über die bundesweit einheitlichen Verschärfungen der Bundesregierung erfreut.
  • Foto: BRS/Archiv
  • hochgeladen von Christian Diabl

Bürgermeister Klaus Luger und Gesundheitsstadtrat fordern raschere Testungen bei Corona-Verdachtsfällen sowie schärfere Kontrollen in Nachtgastronomie und Verteilerzentren. Eine zweite Welle sieht man im Rathaus nicht auf Linz zurollen.

LINZ. Bürgermeister Klaus Luger wirkte am Freitag vor versammelter Presse im Renaissancesaal des Alten Rathauses wesentlich gelassener als noch vor zwei Wochen. Damals hatte die Bundesregierung die neue Corona-Ampel vorgestellt und Linz gleich einmal auf "gelb" gestellt.

"Stehe hinter Maßnahmen der Bundesregierung"

"14 Tage Ampel-Chaos" hätten in der Bevölkerung für viel Verunsicherung gesorgt. Nun sei "die Corona-Ampel ist nicht nur nebensächlich, sondern unbedeutend. Daher stehe ich auch hinter den Maßnahmen der Bundesregierung", reagierte Luger am Freitag sichtlich erleichtert darauf, dass ab Montag wieder bundesweit einheitliche Maßnahmen und Verschärfungen gelten.

Corona-Verbreitung vorwiegend in Clustern

Auch in Linz geht derzeit die Zahl der Corona-infizierten Personen wieder in die Höhe. Steuert Linz nun auf eine zweite Welle zu? Luger kommentiert das mit einem ganz klaren "Nein". Auch wenn die Infektionszahlen momentan wieder steigen, unterscheide sich die Situation im September ganz klar von jener im März in Linz. Die Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus in der Stadt spiele sich anders als im Frühjahr vorwiegend in Clustern ab – daher sei die Lage für die Behörden nun leichter bewältigbar.

Polizei schiebt Sonderschichten

"Der Schwerpunkt ist eindeutig im privaten Umfeld", so Luger, der gleichzeitig die Arbeit von Polizei und Erhebungsdienst in der Stadt lobt, die derzeit in Sonderschichten an jedem Wochenende im Einsatz stünden. Derzeit stünden acht Nachtlokale im Stadtgebiet unter verschärfter Beobachtung. Hier seien es vor allem die privaten Feiern, die als geschlossene Gesellschaften noch lang nach verordneter Sperrstunde abgehalten werden, die eine Gefahr darstellten. Bislang mussten zwei Lokale in der Stadt behördlich gesperrt werden.

GLS-Cluster und drei kleinere Cluster in Linz
Derzeit seien es neben dem Cluster in einem Paketverteilungszentrum, drei weitere kleinere Cluster, die für den Anstieg verantwortlich seien, erklärt Dietmar Nemeth, Direktor Geschäftsbereich Gesundheit und Sport im Linzer Magistrat. Mit Stand Freitagmittag gab es im gesamten Stadtgebiet 169 Menschen positiv auf Covid-19 getestet. Mit den verschärften Corona-Maßnahmen des Bundes ist ab Montag dann auch wieder auf den Linzer Märkten Maskenpflicht angesagt. 

Wartezeiten bei Corona-Testungen zu lang

Neben dem Bürgermeister fordert am Freitag auch Gesundheitsstadtrat Michael Raml eine Ausweitung der Test-Kapazitäten. Das Rote Kreuz sowie die Labore seien derzeit bei den Testungen am Limit. Zum Teil müssten die LinzerInnen zwei bis drei Tage auf ihre Ergebnisse warten. In den letzten 24 Stunden wurden exakt 899 Personen auf das Corona-Virus in Linz getestet. Bezüglich der bundesweit vermehrten Clusterbildungen in Verteilerzentren regt Luger an, die Kontrollen durch das Arbeitsinspektorats zu intensivieren und damit nicht zuletzt auch die Arbeitssicherheit der dort Beschäftigten zu erhöhen.

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