Hypo-Boykott in Linz

Es war zweifellos einer der skurillsten Auftritte eines Politikers im österreichischen Fernsehen. Mit den Worten "Ich werde einfach aufstehen, ich werde auf den Ballhausplatz gehen, ich werde mich dort hinsetzen und ich gehe da auch nicht mehr weg", verließ der 35-jährige Europa Anders-Spitzenkandidat Martin Ehrenhauser am Palmsonntag die ORF-Pressestunde. Über eine Woche hat er das durchgezogen. Nun hat er den Ballhausplatz doch verlassen. "Es beginnt hier eine Baustelle, da wollen wir nicht im Weg sein. Außerdem wollen wir auch die Menschen in den Bundesländern überzeugen, dass sich etwas ändern muss", sagt Ehrenhauser. Diese Reise beginnt in Linz. Noch bis Sonntag wird sich der Linzer am Neptunbrunnen des Hauptplatzes für einen Hypo-Haftungsboykott einsetzen. Er erwartet sich viel davon. "Es hat sich sehr viel getan. Die Aufmerksamkeit auf das Thema ist deutlich gestiegen. Am Ballhausplatz kamen mehr als 1500 Leute vorbei, es gibt eine riesige Solidarität", so Ehrenhauser, der seinen Wahlkampf auch klar auf die Bankenrettung ausrichten will. "Als kleine Partei haben wir nicht die Mittel, um mehrere Themenschwerpunkte zu setzen", sagt Ehrenhauser.
Auch wenn er jetzt durch die Länder zieht, bis zur Wahl am 25. Mai will Ehrenhauser die Straße nicht mehr verlassen. "Ich bleibe bis zum Wahlende auf der Straße."

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