Strategieprozess
Künftige Stadtentwicklung wird nun "ausgestritten"

Eine Stadtentwicklungsstrategie soll allen Beteiligten Planungssicherheit geben.
  • Eine Stadtentwicklungsstrategie soll allen Beteiligten Planungssicherheit geben.
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  • hochgeladen von Christian Diabl

Expertengruppen werden Richtlinien und Ziele für die künftige Linzer Stadtentwicklung erarbeiten. Auch die Bürger sollen eingebunden werden.

LINZ. Startschuss für die "Stadtentwicklungsstrategie Linz 2020". Unter der Leitung des Architekturbüros Kleboth und Dollnig sollen Expertengruppen klare und messbare Ziele für die Stadtentwicklung erarbeiten. Im Anschluss werden die Ergebnisse bei Veranstaltungen mit den Bürgern diskutiert. Alle Beteiligten – Bürger, Projektbetreiber und Investoren – sollen klar definierte Spielräume vorfinden, die sicherstellen, dass einzelne Projekte der generellen städtebaulichen Ausrichtung entsprechen. Im Zentrum stehen dabei fünf Themen, die jeweils von einer Gruppe bearbeitet werden: Stadtwachstum, Stadtleben, Stadtzukunft, Stadtwirtschaft sowie Stadtnetzwerk.


"Erstmals klare Richtlinien"

"Mit der Stadtentwicklungsstrategie Linz 2020 definiert die Stadt Linz erstmals klare Richtlinien, die bei jedem weiteren Entwicklungsschritt verfolgt werden", sagt Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ). Vizebürgermeister Markus Hein (FPÖ) spricht von eindeutig definierten Rahmenbedingungen, die neben mehr Planungssicherheit für Projektbetreiber auch den Bedürfnissen und Erwartungen der Linzer durch die Einbindung einer breiten Öffentlichkeit entsprechendes Gewicht geben würden.


"Themen ausstreiten"

Projektleiter Andreas Kleboth lobt die vorgeschlagene Methode, die Themen "auszustreiten".

"Das feuert die Entwicklung in der Stadt und die Entwicklung der Stadt an. Und trotzdem ist die Stadt zugleich ein Ort des Ausgleichs und des sozialen Miteinanders. Ganz so wie es die vorgeschlagene Methode verspricht", so Kleboth. 


Von Lebensqualität bis Vernetzung

Und das sind die fünf Themenfelder: Stadtwachstum stellt die Frage nach räumlichen Schwerpunkten des Wachstums. Bei Stadtleben geht es vor allem um Lebensqualität und öffentlichen Raum. Stadtzukunft verhandelt Aspekte wie Nachhaltigkeit und Ökologie, während Stadtwirtschaft Voraussetzungen für eine dynamische wirtschaftliche Entwicklung im Fokus hat. Stadtnetzwerk behandelt die Zusammenarbeit über Stadtgrenzen hinaus und die Partizipation der Bürger.


"Geht weit über das Bauen hinaus"

Nach diesen Kriterien soll künftig jedes Projekt abgeklopft werden. Stadtentwicklung sei eine Materie, die weit über das bloße Bauen hinausgehe, sagen Luger und Hein bei der Präsentation des Projektes. "Die Stadt Linz ist sich ihrer Verantwortung bewusst und hebt diese daher auf eine höhere, strategische Ebene." Vorgesehen sind Kosten von 300.000 Euro.


Kritik von Potocnik

Kritik kommt von Neos-Fraktionsobmann Lorenz Potocnik. Eine Stadtentwicklungsstrategie sei zwar grundsätzlich zu begrüßen, es sei aber "absolut unverständlich", dass diese Strategie erst nach sieben Amtsjahren Lugers zustande kommt. Potocnik vermutet einen Zusammengang mit der nahenden Gemeinderatswahl, nachdem bereits viele – aus seiner Sicht – falsche Entscheidungen getroffen wurden.

Autor:

Christian Diabl aus Linz

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