Regierungskrise
Linzer Reaktionen auf die türkise Korruptionsaffäre in Wien

Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wird als Beschuldigter geführt. Es gilt die Unschuldsvermutung.
  • Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wird als Beschuldigter geführt. Es gilt die Unschuldsvermutung.
  • Foto: Tscheinig
  • hochgeladen von Adrian Langer

So sehen Linzer Politiker die türkise Korruptionsaffäre und den Rücktritt von Sebastian Kurz.
 
LINZ. Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) spricht angesichts der Hausdurchsuchungen und der bekannt gewordenen ÖVP-Chats von einem "Outing der Korruption". Schlimm sei vor allem auch der Umgang mit Menschen. "Man kann unterschiedlicher Meinung sein und hat auch in der eigenen Partei oft Gegner, aber die Worte, die ein Bislang-Bundeskanzler über parteiinterne Mitbewerber gesprochen hat, zeigen ein Menschenbild, das aus meiner Sicht katastrophal ist", so Luger, der in diesem Sittenbild den wahren Schaden sieht.

"Völliger Rückzug wäre korrekter"

Luger findet es aus diesem Grund auch bedenklich, dass Sebastian Kurz weiterhin "die Fäden in der Hand hat". Kurz halte sich einen Bundeskanzler, von dem er selbst sage, er sei einer seiner engsten Vertrauten. "Aus meiner Sicht wäre es korrekter gewesen, wenn Herr Kurz sich völlig aus der Politik zurückgezogen hätte", so Luger.

"Alles andere als ein Rückenwind"

Zurückhaltender äußert sich ÖVP-Vizebürgermeister Bernhard Baier zu den Vorwürfen gegen Kurz & Co. Die Ereignisse der letzten Tage seien "alles andere als ein Rückenwind gewesen", sagt Baier angesichts seines schlechten Abschneidens bei der Bürgermeister-Stichwahl, die er klar gegen Luger verloren hat. Nicht kommentieren wollte die Krise der türkis-grünen Bundesregierung die grüne Stadträtin Eva Schobesberger.

"Keine Moral, keine Werte"

Anders FPÖ-Chef Markus Hein. Die Chats würden zeigen, dass Kurz keine Moral, keine Werte besitze. "So ein Mensch hat in der Politik nichts verloren", schreibt Hein. "Wenn die ÖVP damit kein Problem hat und zu 100 Prozent hinter Kurz steht, spricht das auch Bände. Ich erinnere daran, dass schon viele Politiker wegen vergleichsweise geringeren Sachen zurücktreten mussten", so Hein.

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