Corona-Krise
Stadt Linz plant eigenen Corona-Hilfsfonds

Bürgermeister Luger stellt den Hilfsfonds in einer Videobotschaft vor.
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"Unterstützung für jeden Einzelnen in unserer Stadt". Die Stadt Linz will einen Hilfsfonds einrichten und alle unterstützen, die aufgrund der Corona-Krise Hilfe brauchen – auch Einzelpersonen. Doppelgleisigkeiten sollen aber vermieden werden.
 
LINZ. Die Stadt Linz wird einen eigenen Unterstützungsfonds für Härtefälle ins Leben rufen. Das haben Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) und Vizebürgermeister Bernhard Baier (ÖVP) am Dienstag angekündigt. Es gehe um eine besonnene und wohlüberlegte Weiterentwicklung des bisherigen Sicherheitsnetzes für den Wirtschaftsstandort Linz. Dazu zählen Luger und Baier Sofortmaßnahmen, wie etwa die Gewährleistung der Kinderbetreuung für Eltern in unabkömmlichen Berufen, das Offenhalten der Grünmärkte und die Stundungen von Mieten und Pachten für Unternehmen in städtischen Immobilien.


Auch Hilfe für Einzelpersonen

Nun sollen speziell Ein-Personen-Unternehmen, von der Krise betroffene Klein- und Mittelunternehmen sowie Sozial- und Kultureinrichtungen unterstützt werden. Damit aber nicht genug: Luger und Baier kündigen auch ein finanzielles Hilfsangebot für Einzelpersonen an, die ihr Einkommen aufgrund der Krise verloren haben. In einer Videobotschaft wird Luger deutlicher. So soll es Unterstützung geben "für jeden Einzelnen in unserer Stadt, der unter Druck kommt, der viele Rechnungen nicht mehr bezahlen kann, Menschen, für die es schwierig wird, für ihre Familien einkaufen zu gehen". Dafür kündigt Luger klare und transparente Regeln an. Jeder solle nachvollziehen können, wer unterstützt wird und aus welchem Grund. 

Aber: Keine Doppelgleisigkeiten

Einzelheiten wird eine Task Force mit Experten der Finanz-, Wirtschafts-, Sozial- und Kulturverwaltung erarbeiten. Etwaige Hilfsleistungen von Bund und Land sollen allerdings berücksichtigt werden, um Doppelgleisigkeiten zu vermeiden. Was dann noch fehlt, kommt von der Stadt. Der Klimafonds soll dafür nicht herangezogen werden, es sei denn für Maßnahmen, die auch dem Klimaschutz dienen würden.


FPÖ: Geld aus Klimafonds

Nicht so zurückhaltend gegenüber dem von der FPÖ mitbeschlossenen Klimafonds zeigt sich Vizebürgermeister Markus Hein. In der letzten Woche hatte er bereits einen städtischen Corona-Härtefallfonds für Klein- und Kleinstunternehmen gefordert. Das Geld solle aus dem Bereich Wirtschafts- und Tourismusförderungen, aber auch aus dem Klimafonds kommen. Laut Hein hätte der weltweite "Shutdown" für das Klima bereits "mehr geleistet als unser Klimafonds können würde". Hein würde auch Gelder aus seinem Ressort zur Verfügung stellen, denn es sei sicher möglich, einige Straßensanierungen zu verschieben. 


Auch KPÖ für Sozialfonds

Einen Sozialfonds für soziale Härtefälle hatte auch die Linzer KPÖ gefordert: „Rasche Hilfe durch eine unbürokratisch gehandhabten Sozialfonds verhindert nicht nur viel Leid, sondern stabilisiert auch die Stadtgesellschaft. Solidarisches Handeln darf niemanden zurücklassen“, sagte KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn.

Autor:

Christian Diabl aus Linz

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