Kulturförderung
Trotz Sparbudget mehr Geld für die "freie Szene"

Kulturinitiativen der "freien Szene" wie die KAPU dürfen sich im kommenden Jahr über eine Erhöhung der Fördermittel freuen.
  • Kulturinitiativen der "freien Szene" wie die KAPU dürfen sich im kommenden Jahr über eine Erhöhung der Fördermittel freuen.
  • Foto: KAPU
  • hochgeladen von Silvia Gschwandtner

Die Kulturförderungen für die "freie Szene" werden im kommenden Jahr um 250.000 Euro auf knapp mehr als 2 Millionen Euro erhöht. 

LINZ. Eine Erhöhung der Kulturförderung für die "freie Szene" um satte 13 Prozent kündigten Bürgermeister Klaus Luger und Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer für das kommende Jahr an. Somit stehen den freien Kunst- und Kulturschaffenden insgesamt 2,12 Millionen Euro zur Verfügung.

"Freie Szene" wichtig für Linz

In der Begründung für diesen "in Zeiten des Sparens" eher ungewöhnlichen Schritt bezieht sich Luger auf den im Jahr 2013 beschlossenen Kulturentwicklungsplans (KEP). In diesem ist eine schrittweise Erhöhung des Budgets für die Förderung der freien Kunst- und Kulturszene vorgesehen, die bisher nicht stattgefunden hat. Außerdem leiste die "freien Szene" einen wichtigen Beitrag zum Ziel "innovativste Stadt Österreichs" zu werden. Luger verweist dabei auch den beharrlichen Einsatz von Kulturstadträtin Lang-Mayerhofer für die Erhöhung. 

"Das wachsende Innovationspotential der 'freien Szene' ist für Linz von essentieller Bedeutung", bekräftigt Lang-Mayrhofer. Für die Ernennung zur Unesco City of Media Arts wäre neben den etablierten Leuchtturmprojekten die aufstrebende "freie Szene" ausschlaggebend gewesen.

Die "substanziellen Verbesserung im Kulturförderbereich"  begrüßte auch Kulturdirektor Julius Stieber. 

Verteilung nicht nach Gießkannenprinzip

Die Verteilung der zusätzlichen Fördermittel erfolgt auf drei Ebenen. Einerseits werden im Sinne des Kulturentwicklungsplans die Basisförderungen für die freien Kulturininitiativen wie Theater Phönix, Theater des Kindes, Stadtwerkstatt, KAPU, qujOchÖ und ähnliche erhöht.

Weiters werden die Sonderförderprogramme finanziell besser aufgestellt. Insbesondere das im letzten Jahr neu eingeführte LINZ_sounds zur Förderung der Digitalisierung in der Musik soll mehr Mittel erhalten als die im letzten Jahr veranschlagten 20.000 Euro. Auch die Impuls- und Import- bzw. Export-Förderprogramme werden profitieren.

Für freie Projekte schafft die Erhöhung in Zukunft ebenfalls mehr Spielraum.

Ausblick auf Doppelbudget 2020/21

Im am 7. November vorgestellten Doppelbudget für 2020/21 wird diese Erhöhung eher die Ausnahme sein, kündigte Bürgermeister Klaus Luger an. Neben der "freien Szene" wird es nur im Bereichen der Kinderbetreuung und Pflege eine veritable Erhöhung geben. Er stellt allerdings auch klar, dass die zusätzlichen Mittel für die "freie Szene" nicht vom regulären Kulturbudget abgezogen wurden.

Die Kulturplattform OÖ (Kupf OÖ) begrüßt in einer ersten Reaktion natürlich die Erhöhung, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass auch nach Ablauf des Doppelbudgets 2022 eine weitere Erhöhung notwendig wäre um auf die geforderte "Million für die freie Szene" zu kommen. Außerdem gibt es Bedenken seitens der Kupf OÖ , dass im Gegenzug Landesförderungen weniger werden könnten und die Erhöhung somit für die Kulturschaffenden in der Realität verpufft.

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