Erfolgreichstes FBC Wochenende, Männer MEISTER, Frauen Vize!

Die erfolgreichen BL Teams des FBC ASKÖ Urfahr! Meister Männer und Vizemeister Frauen (Foto: FBC)
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  • hochgeladen von Wolfgang Weiß

Frauen starten gut und verlieren klar! Männer kämpfen Freistadt 4:2 nieder!

2014-06-30, Münzbach. Das war das erfolgreichste FBC Urfahr Wochenende aller Zeiten und gibt einen Eintrag in die Faustball Geschichtsbücher. Beide Bundesligateams spielten in Münzbach im Finale, die Frauen unterlagen Arnreit, die Männer holten seit 6 Jahren wieder den Titel. In einem unglaublich spannenden Match bezwangen sie bei teilweise strömendem Regen Freistadt mit 4:2.

Obmann Peter Fuchs hat in seinem ersten Jahr als Obmann gleich ordentlich zu feiern. Beide Teams schafften am Feld nach der enttäuschenden Hallensaison den Finaleinzug. Die FBC Frauen setzen sich im Halbfinale gegen Wels in einer Hitzeschlacht mit 4:2 durch. Dabei sah es zu Beginn nicht gut aus. "Wels stand in der Defensive unglaublich. Wir mussten viel Risiko gehen und machten zu viele Fehler.", erklärt sich Trainer Martin Weiß den klaren Satzerfolg für Wels. Ab Satz zwei gelang Urfahr mehr und konnte das Spiel drehen. Das Linzer Abwehrbollwerk hatte sich diesmal gut auf das Welser Angriffsduo eingestellt. Die Zuspielerinnen Nici Hennerbichler und Sabrina Brandstetter kamen mit den leicht wechselnden Windverhältnissen gut zurecht und Ines Mayer und Kathrin Koller punkteten äußerst variantenreich.
Nur in Satz vier legte Wels wieder nach und brachte den Satzausgleich. "Es war unglaublich heiß und durch die gute Abwehrleistung beider Mannschaften dauerten auch die Ballwechsel extrem lange.", schnaufte Kapitän Birgit Kempinger, die aber wusste, dass die Linzerinnen körperlich besser waren. Nach einer 10-minütigen Pause gaben die Linzerinnen den Ton an. Wels konnte nicht mehr dagegen halten, machte oft leichte Fehler. FBC Urfahr zog mit 4:2 wie im letzten Jahr ins Finale ein.
Am Sonntag gegen Titelverteidiger Arnreit wollten die Urfahr girls besser auftreten wie bei der Schlappe im vergangnen Jahr. Wie aus der Pistole geschossen ging der FBC gleich in Führung und setzte den Meister ordentlich unter Druck. "Ines Mayer servierte unglaublich druckvoll und variantenreich. Da konnte Maggy Lindorfer zu Beginn nicht mithalten.", freute sich Trainer Weiß über die 1:0 Satzführung. In Satz zwei ließ die Überlegenheit leicht nach und Arnreit konterte. "Der Wind wurde stärker und ich leider etwas unsicher. Ich traute mich nicht mehr mit so viel Druck angreifen.", so Mayer. Arnreit reduzierte die Eigenfehler auf ein Minimum und erzeugte bei Urfahr sehr viel Druck. Die Linzerinnen stemmten sich mit allen Mitteln dagegen, waren aber letztendlich chancenlos. "Wir konnten leider die Spannung nicht halten und hatten mit Wind und einsetzendem Regen große Probleme.", so Martin Weiß, der aber stolz auf seine Mannschaft ist: "Wir haben Arnreit gefordert, sind immer knapp dran gewesen. Das macht Lust auf mehr, vielleicht eine Medaille beim EC."
Die Männer konnten am Samstag in Ruhe den Sieg von Freistadt im Qualimatch gegen Kremsmünster ansehen, um anschließend in einer kurzen Trainingseinheit den Platz in Münzbach kennen zu lernen. Das Finale am Sonntag startete mit nassen Bodenverhältnissen und Vorteilen für den Vizemeister aus Freistadt. FBC Urfahr machte im Angriff zu wenig Druck und Jean Andrioli nutze jede Chance zum Punkt. 9:5 und 10:7 lag Freistadt in Front, als Urfahr den Turbo zündete. "Sensationelle Abwehraktionen und spektakuläre Angriffspunkte brachten mit 13:11 die 1:0 Satzführung. Diesen Drive nahmen die Linzer in den zweiten Satz mit und gingen mit 5:0 in Führung. Ein paar Konzentrationsschwächen gegen Ende brachten Freistadt leichte Punkte ein, der Satz ging nach Linz. In Satz drei entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, wo die Emotionen vor allem unter den Angreifern schon etwas hoch gingen. Beim Stand von 9:8 für Freistadt verletzte sich Freistadt Angreifer Pedro Andrioli bei einer Rettungsaktion schwer am Knie und musste mit einer großen Fleischwunde ins Krankenhaus. Die minutenlange Unterbrechung brachte Urfahr etwas aus dem Konzept. Der neu eingewechselte Julian Payerleitner setzte den Linzern einen Ball nach dem anderen. Satz drei ging an Freistadt. Diese hatten mit 5:2 auch den besseren Start in Satz vier. Der FBC konterte wieder, ging mit 6:5 in Führung und hatte auch bei 10:9 und 11:10 zwei Satzbälle. "Patrick Piermann hatte hier zwei große Chancen auf der Hand und konnte den Punkt nicht machen. Freistadt hat in dieser Phase extrem gut gekämpft.", so Kapitän Sigi Simon. Die nächsten zwei Sätze waren nichts für schwache Nerven. Urfahr Angreifer Patrick Piermann haderte sehr oft mit seinem Service, weil er beim Sprungservice sehr oft auf die Linie sprang und der Schiedsrichter Übertritt gab. "Wenn ich mit Power serviere bei Regen hab ich viel Vorlage. Da ist es immer knapp am Übertritt, diesmal leider zu viel.", so Piermann. Bis 8:8 ging die Partie total ausgeglichen. Urfahr holte sich bei 10:8 die ersten zwei Satzbälle, in weiterer Folge noch drei Stück. Freistadt konnte immer abwehren, erst bei 14:14 mit einem Rückschlagfehler den Satz für die Linzer entscheiden. "Dieser Satz war der Wahnsinn. Wir hatten unglaublich coole Bälle und ein paar extrem dumme Fehler. Im Endeffekt hatten wir das Glück auf unserer Seite.", so Max Horber, der sich einige Male mit Freistadts Andrioli anlegte: "Er bewegt sich sehr stark an der Grenze des Fair Play, das taugt mir einfach nicht.", so der Deutschland Legionär.
In Satz sechs ging der Krimi weiter. Keines der Teams konnte sich absetzen und Freistadt holte sich die ersten Satzbälle. Der bis dahin nahezu fehlerlos servierende Andrioli patzte in der Entscheidung zum ersten Matchball für Urfahr. Nach fast zwei Stunden Regenschlacht nutzte Urfahr-Brasilo Patrick Piermann das Zuspiel von Béla Gschwandtner mit einem unglaublichen Angriff über die Vorderposition zum 16. Meistertitel für FBC ASKÖ Urfah

r, dem ersten seit 2008.
Trainer Manfred Leitner ist überglücklich: "Es war ein hartes Stück Arbeit und ein Spiel auf Augenhöhe. Wir hatten in den entscheidenden Phasen etwas mehr Glück und Abgebrühtheit. Vor allem die beiden Angreifer mit ihren 22 (Piermann) und 25 (Horber) Jahren waren über weite Strecken extrem nervenstark.", so Leitner, der natürlich auch auf seine Abwehr und Kapitän Sigi Simon nicht vergaß: "Das Meister Play Off und das Final war eine Abwehr- und Zuspieldemonstration der absoluten Weltklasse. Wir freuen uns schon auf den IFA Cup kommende Woche und den Europacup im nächsten Jahr, vielleicht sogar in Linz."

FBL Final 3, Sa/So 28./29. Juni 2014, Münzbach
Samstag, 28. Juni 2014 - 14.00 Uhr Qualifikationsmatch Frauen
FBC ASKÖ Urfahr - FSC Wels 08 4:2 (5:11,11:8,11:8,8:11,11:8,11:7)
Sonntag, 29. Juni 2014 - 13.00 Uhr Finale Frauen
FBC ASKÖ Urfahr - SU Raiff. Dialog telekom Arnreit 1:4 (11:7,8:11,7:11,8:11,5:11)
Sonntag, 29. Juni 2014 - 15.00 Uhr Finale Männer
FBC ASKÖ Urfahr - UNION Compact Freistadt 4:2 (13:11,11:7,8:11,11:13,15:14,14:12)

Matchball der Linzer:

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