GESUNDHEITSRUNDSCHAU
"Trikot und Tschick sind unvereinbar"

Coach Nagl und seine Kicker leben es vor: Der Tschick hat am Grün nichts zu suchen.
  • Coach Nagl und seine Kicker leben es vor: Der Tschick hat am Grün nichts zu suchen.
  • hochgeladen von Benjamin Reischl

Traditionsverein und Landesligist Admira lebt wie kein anderer Jugendarbeit und Vorbildfunktion.

LINZ (rei). "Kick ohne Tschick" lautet der Titel einer Kampagne des Oberösterreichischen Fußballverbandes, die gemeinsam mit der OÖ Gebietskrankenkasse initiiert wurde.
"Eine tolle Initiative, die es zu unterstützen gilt", sagt Langzeitcoach und Admira-Urgestein Wolfgang Nagl, der eine ganz klare Vorstellung von Vereinsarbeit und Vorbildfunktion hat: "Viele sprechen immer nur davon, doch gerade als Verein erreicht man die Jugend, und als ein Klub, dessen Basis die Nachwuchsarbeit ist, hat man eine gesellschaftliche Vorbildfunktion."
Für Nagl, der für den LASK 237 Bundesliga-Spiele und elf UEFA-Cup-Partien absolvierte, reicht es nicht aus, lediglich das neonfarbene Trikot der Kampagne zu tragen: "Wir wissen alle, dass mit dem Rauchen eine Menge an Erkrankungen einhergehen können. Die Zeiten, wo Trainer und Funktionäre mit Tschick in der Coachingzone standen, sind Gott sei Dank vorbei und dürfen auch nicht mehr kommen. Dies müssen wir den jungen Spielern vermitteln, denn Trikot und Tschick sind unvereinbar."
Den Worten seines Coaches schließt sich auch der sportliche Leiter Markus Morbitzer an, denn auf die Frage, ob es möglich sei, dass ein Spieler mit der Zigarette das Klubgelände betritt, sagt dieser: "So etwas will ich mir nicht vorstellen. Das ist bei uns am Bachlberg ein absolutes Tabu. Wer sich daran nicht hält, hat mit Konsequenzen zu rechnen. Bei uns ist sogar die Kantine rauchfrei."

Verband mit klarer Linie

"Verstöße werden vom Verband konsequent sanktioniert, denn es kann nicht sein, dass ein Jugendcoach mit der Tschick seine Jungs coacht", so Morbitzer.
Verantwortung, die von Vereinen, Akteuren und Verband getragen werden muss. „Fußballtrainer meistern eine unterschätzte Doppelrolle, denn sie müssen die Qualität ihres Teams weiterentwickeln, genauso aber die Persönlichkeit der Spieler. Das Thema Gesundheit ist ein wichtiger Faktor auf beiden Ebenen. Sport und Rauchen sind eine denkbar schlechte Allianz", so OÖGKK-Projektleiter und Steyr-Coach Gerald Scheiblehner.

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