Turniersieg im Ultimate Frisbee geht nach Deutschland

Clemens Niemeyer vom ASKÖ amPullen Linz verhindert einen schnellen Pass des Gegners. Foto: (c) C. Strasser, 2018
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  • Clemens Niemeyer vom ASKÖ amPullen Linz verhindert einen schnellen Pass des Gegners. Foto: (c) C. Strasser, 2018
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Wo: EUROPAGYMNASIUM AUHOF , Aubrunnerweg 4, 4040 Linz auf Karte anzeigen

Am vergangenen Wochenende machte der „fliegende Zirkus“ im Europagymnasium Auhof halt. An zwei intensiven Turniertagen maßen sich 12 Mixed-Mannschaften aus Deutschland und Österreich im Trendsport Ultimate Frisbee. Bei der 5. Auflage des Linzer Hallenturniers konnten die Hausherren und Veranstalter vom ASKÖ amPullen Linz gegen Schleudertraum Salzburg (10:5) ebenso gewinnen, wie im OÖ-Derby gegen Stack Overflow Hagenberg (7:6). Beide Vertreter aus Oberösterreich konnten aber nicht um den Turniersieg mitmischen. Dieser ging nach Deutschland, denn gegen FdF Geretsried war an diesem Wochenende kein Kraut gewachsen.

Das Finale bestritt die nahe München beheimatete Mannschaft gegen ZomBees Wien. Dem Überraschungsfinalisten aus der Bundeshauptstadt gelang es, das Spiel durch geschickte Taktik lange offen zu halten. Erst spannte ZomBees den Favoriten mit einer starken Zonenverteidigung auf die Folter. Als FdF aber immer besser damit zurecht kam und mit zwei Punkten in Führung ging, waren die Wiener flexibel und agil genug, um auf eine Mannverteidigung umzustellen. Das Team aus Geretsried benötigte abermals ein wenig, um sich umzustellen. Die Wiener nutzten das um zum 6:6 auszugleichen. Doch FdF konnte nachlegen, zog wieder davon, und als dem Außenseiter aus Wien langsam die Zeit davon zu laufen begann, musste in der Offensive mehr Risiko genommen werden. Das neuerliche Comeback gelang aber nicht und FdF Geretsried holte sich am Ende verdient mit 11:7 den Turniersieg. Hinter den beiden Finalisten klassierte sich der FSV Augärtner Graz auf dem dritten Platz. Sie setzten sich im kleinen Finale, das bei der Schlusssirene noch Unentschieden stand, hauchdünn mit 10:9 gegen den Vorjahrsfinalisten Lok St.Oli Wien durch.

Der Sieg in der Spiritwertung, die für diese Sportart besonders wichtig ist, ging an Nitro Circles Poysdorf. Fairness und Sportsgeist der Weinviertler wurden von den Gegnern nach den Spielen am besten bewertet. Sie konnten sich, ebenso wie die Top 3 des Turniers traditionell über eine original Linzer Torte aus dem Hause Jindrak freuen.

Joshua Koen und Laura Aumayr, die Hauptorganisatoren des Turniers, zeigten sich sehr zufrieden. „Vom Organisatorischen her hat alles reibungslos funktioniert. Das ganze Team war top motiviert und hat toll zusammen geholfen. Von den Gästeteams haben wir auch viel Lob für die tolle Infrastruktur im Europagymnasium Auhof erhalten. Insgesamt ist es natürlich anstrengend so ein Event auf die Beine zu stellen, aber wenn alles so gut klappt, freut einen das umso mehr.“ meint Joshua Koen. Laura Aumayr ergänzt „Auch Sportlich war es recht ordentlich. Unsere jungen Talente haben viel Spielzeit bekommen und ihre Sache sehr gut gemacht. Turniererfahrung ist besonders wertvoll für sie – das kann man nicht trainieren.“ Der Verein freut sich also über eine gelungene Veranstaltung und blickt zuversichtlich auf die bevorstehende Outdoor-Saison.

Die Faszination Ultimate Frisbee
Viele kennen das Frisbeespiel als entspannten Zeitvertreib am Badestrand. Doch mit der Plastikscheibe kann man viel mehr machen. Neben dem Frisbee Golf erfreut sich vor allem Ultimate Frisbee größter Beliebtheit. Die faszinierende Trendsportart hat in den letzten Jahren weltweit einen gewaltigen Zustrom erfahren und ist gekennzeichnet durch den laufintensiven, rasant hin und her wogenden aber stets fairen Kampf um die Frisbee. Auf dem Spielfeld, das wie beim American Football zwei Endzonen besitzt, treten zwei Teams gegeneinander an, die je nach Untergrund aus fünf (Halle, Sand) oder sieben (Rasen) Spielerinnen und Spielern bestehen. Gepunktet wird, indem ein Mitglied des angreifenden Teams die Frisbeescheibe in der gegnerischen Endzone fängt. Mit der Scheibe in der Hand darf nicht gelaufen werden, sie muss durch Passen im Team gehalten und in die Endzone befördert werden. Damit das gelingt müssen Mitglieder des offensiven Teams versuchen sich frei zu laufen, während die verteidigende Mannschaft bemüht ist das Freikommen und erfolgreiche Passen zu unterbinden. Dabei werden sämtliche Duelle möglichst ohne Körperkontakt bestritten. Agilität, gute Zusammenarbeit und Organisation im Team sind für den Sieg unabdingbar. Es kommt oft zu spektakuläre Situationen wie Luftduellen oder Strecksprüngen (so genannte "Dives") nach der Frisbee. Da der faire Sportsgeist - der "Spirit of the Game" - für alle Beteiligten im Fokus steht, gelingt es im Ultimate Frisbee selbst bei Weltmeisterschaften ohne Schiedsrichter auszukommen. Bei strittigen Situationen entscheiden die beteiligten Personen selbstverantwortlich über Regelauslegung und Konsequenz daraus. Obwohl das ein gutes Regelverständnis voraussetzt, sind die Grundideen hinter Ultimate Frisbee leicht zu erfassen, sodass es eine schnell zu erlernender Sportart ist, die physische, koordinative und zwischenmenschlich wertvolle Elemente vereint und nicht zuletzt jede Menge Spaß macht.

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