1500 Lehrlinge, aber nur 15 Frauen,

Der Direktor der Schule, Alfred Pfob und Angelika Holzmann.
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  • hochgeladen von Andreas Hamedinger

Gerade im Bereich Umwelt und Energie werden in Zukunft bestausgebildete Fachkräfte gefragt sein.
LINZ (ah). Lehrlinge aus den Lehrberufen Installations- und Gebäudetechnik, Rohrleitungsmonteur, Dachdecker und Spengler, Metalltechnik-Blechtechnik sowie Isoliermonteur werden in der Berufsschule 8, die in der Linzer Glimpfingerstraße beheimatet ist, unterrichtet. Während ihrer zehnwöchigen Schulzeit, die neben der Lehre verpflichtend absolviert werden muss, erhalten die Schüler Theorie- und Praxis-
unterricht. Besonders stolz ist man in der Schule auf das Modul Ökoenergietechnik. „Lehrlinge, die die Möglichkeit haben, dieses Modul zu belegen, werden besonders in den Bereichen Energieeinsparung und Umweltschutz ausgebildet“, erklärt der Direktor der Schule, Alfred Pfob. Dieser Ausbildungsschwerpunkt ist nach Ansicht Pfobs auch eine Möglichkeit, sich im späteren Berufsleben eine bessere Ausgangsposition zu verschaffen.
Doch auch für die Wirtschaft sei dieser Bereich immer wichtiger. Pfob: „Es herrscht momentan um die guten Lehrlinge ein richtiger Wettkampf. Die Industriebetriebe haben keine Probleme, Lehrlinge zu finden, kleinere Gewerbebetriebe schon. Im Bereich Umweltschutz wären sicher interessante Nischen für Lehrlinge zu finden.“ Ein anderes Problem ortet der Direktor weiterhin im Bereich von jungen Frauen, die sich noch immer viel zu wenig für handwerkliche Berufe interessieren. „Wir bilden pro Jahr etwa 1500 Lehrlinge aus, darunter sind aber durchschnittlich nur 15 Frauen“, erklärt Pfob. Einer dieser weiblichen Lehrlinge ist die aus Wartberg an der Krems stammende Angelika Holzmann, die bei der Firma Waser Haustechnik in Pettenbach den Beruf des Installations- und Gebäudetechnikers erlernt. „Ich habe eigentlich schon bald gewusst, dass ich einen technischen Beruf erlernen will“, erklärt Holzmann. Neben der alltäglichen Herausforderung, die die Arbeit mit sich bringt, zeigt sich auch, dass es für Lehrlinge auch von der finanziellen Seite reizvoll ist, sich für einen technischen Beruf zu entscheiden. „Ich verdiene um ein Vielfaches mehr, als ein Friseurlehrling, das motiviert“, freut sich Holzmann.

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