Fachkräftemangel
Dem Arbeitsmarkt fehlt die Jugend

Fachkräfte aus nahezu allen Sparten werden gesucht, besonders in den Bereichen Metall- und Maschinenbau, Technik, Informationstechnologie und Holzverarbeitung, aber auch bei Tischlern, Köchen, Kraftfahrern und Verkäufern.
  • Fachkräfte aus nahezu allen Sparten werden gesucht, besonders in den Bereichen Metall- und Maschinenbau, Technik, Informationstechnologie und Holzverarbeitung, aber auch bei Tischlern, Köchen, Kraftfahrern und Verkäufern.
  • Foto: auremar/panthermedia.net
  • hochgeladen von Lisa-Maria Langhofer

Das Arbeitsmarktservervice (AMS), die Industriellenvereinigung (IV) und die Wirtschaftskammer Oberösterreich (WKOÖ) sprechen über die Bedürfnisse der Unternehmen, worauf sich diese in Zukunft einstellen müssen und wie dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden soll.

OÖ. Die Personalnachfrage ist laut AMS besonders in den Bereichen Metall- und Maschinenbau, Technik, Informationstechnologie und Holzverarbeitung hoch. Joachim Haindl-Grutsch, Geschäftsführer der IV kennt den Grund dafür:

"Wir befinden uns im Zeitalter der Industrie 4.0. Durch die fortschreitende Digitalisierung sind junge Leute mit Ausbildungen in Mechatronik und Software-Entwicklung besonders begehrt."

Aktuell sind beim AMS in Oberösterreich 22.737 offene Stellen gemeldet, darunter 1.412 Lehrstellen. Der höchste Bedarf besteht im Zentralraum, in Linz, Wels und Steyr sowie im Salzkammergut und im Innviertel.

Babyboom ist vorbei

"Arbeitskräfte sind von allen Seiten willkommen, egal ob Lehrling, Universitäts- oder Fachhochschulabsolvent", sagt Haindl-Grutsch. Problematisch sei der demografische Wandel. Bis zum Jahr 2030 soll es allein in Oberösterreich fast 56.400 erwerbsfähige Personen weniger geben. WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer:

"Bereits jetzt fehlen am Wirtschaftsstandort Oberösterreich rund 30.500 Fachkräfte."

"Wir müssen mehr Junge in die MINT-Ausbildung bekommen, vor allem Frauen. Außerdem braucht es eine qualifizierte Zuwanderung", fordert Haindl-Grutsch. Die IV selbst unterstützt Unternehmen mit zahlreichen Initiativen, wie etwa "mint-ist-zukunft.at", "Widi" (Werken in der Industrie) oder "Schule trifft Industrie". Die WKOÖ setzt auf eine Gesamtstrategie zur Fachkräftesicherung:

"Diese ist klar an den Bedürfnissen der Wirtschaft orientiert und umfasst Qualifizierung, Personalsuche, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Gesundheit und Nutzung von Zuwanderungspotenzialen."

Das AMS hilft mit seinen Vermittlungsmöglichkeiten und rät Unternehmen, Alternativen bei der Personalgewinnung zu nutzen: die Umwandlung von Teilzeit- in Vollzeitarbeit, Lehrausbildungen für Hilfskräfte, die stärkere Einbeziehung von Frauen in die Personalsuche, oder die längere Beschäftigung von Älteren in der Firma.

Autor:

Lisa-Maria Langhofer aus Wels & Wels Land

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