Ergebnisse des Mittelstandsbarometer Oberösterreich

Erich Lehner, Partner von Ernst & Young und Standortleiter des Oberösterreichischen Büros.

Die Studie unterstreicht, dass die Erwartungen deutlich weniger pessimistisch ausfallen als noch zu Jahresbeginn. Dennoch dämpft ein nach wie vor andauernder Mangel an Fachkräften eine stärkere positive Entwicklung oberösterreichischer Betriebe.

Geschäftslage gut, aber eingetrübt
Das Vertrauensbarometer bei oberösterreichischen Unternehmen zeigt wieder stark nach oben: 94 Prozent der Mittelständler bewerten die aktuelle Situation als positiv. Allerdings ist der Anteil der uneingeschränkt Zufriedenen von 61 Prozent auf 55 Prozent gesunken. Erich Lehner, Partner von Ernst & Young und Standortleiter des Oberösterreichischen Büros: „Analog zum Landestrend, welcher bei 50 Prozent liegt, ist der Anteil der uneingeschränkt Zufriedenen gesunken. Oberösterreich liegt mit 55 Prozent jedoch im bundesweiten Mittelfeld.“

Geschäftserwartungen positiv
Waren es im Jänner 2012 noch 40 Prozent, so rechnen nur mehr 31 Prozent der Unternehmer in den nächsten Monaten mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage. Jedoch erwarten nur vier Prozent eine Verschlechterung. Der Großteil der oberösterreichischen Mittelständler geht von einer gleichbleibenden Geschäftslage in den nächsten sechs Monaten aus.

Vertrauen in stabile Wirtschaftskonjunktur
In der allgemeinen Einschätzung der Wirtschaftskonjunktur sind die oberösterreichischen Mittelständler zuversichtlicher geworden. Trotz der Sorgen um die Schuldenkrise haben Oberösterreichs Unternehmen wieder an Selbstbewusstsein gewonnen: 54 Prozent der Mittelständler rechnen mit einer stabilen Konjunkturlage. Das zeigt sich auch in der Anzahl der Konjunkturpessimisten, die im Vergleich zum Jahresbeginn von 40 auf 26 Prozent gesunken ist.

Verschärfter Fachkräftemangel bremst Wachstum
Trotz der Unsicherheiten am Markt wollen die oberösterreichischen Unternehmen mehr investieren und zusätzliche Mitarbeiter aufnehmen. „Die Mittelständler sind, was die Investitionsbereitschaft betrifft, seit Jahresbeginn wesentlich zuversichtlicher geworden und liegen mit 27 Prozent eindeutig über dem bundesweiten Durchschnitt von 24 Prozent. Nur fünf Prozent wollen weniger investieren. Im Vergleich dazu sind es in Gesamtösterreich acht Prozent“, so Lehner. Allerdings kann von einer Entspannung im Fachkräftemangel keine Rede sein. 82 Prozent der Mittelständler bezeichnen es als schwierig, neue und ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Das führt unumgänglich zu weiteren Umsatzeinbußen. „Immerhin wollen 37 Prozent die Belegschaft in Oberösterreich aufstocken und nur acht Prozent planen Personal abzubauen. In den nächsten Monaten wird somit ein deutlicher Anstieg der Beschäftigtenzahlen zu verzeichnen sein“, unterstreicht Lehner abschließend.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen