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JKU-Methode revolutioniert Untersuchung von Molekülen

LINZ. Neues Verfahren einer JKU-Biophysikerin hilft der Pharmakologie

Wie und wann sich Moleküle an andere binden, spielt bei der Wirksamkeit von Medikamenten eine essenzielle Rolle. Dafür ist die sogenannte Bindungsaffinität entscheidend. Eine neue Untersuchungsmethode der Johannes Kepler Universität Linz erlaubt es, diese Bindungsaffinität 100-mal schneller als bisher festzustellen. Yoo Jin Oh von der Abteilung für Angewandte Experimentelle Biophysik braucht für ihre Methode Proben von 100 bis 700 Molekülen. Bisherige Untersuchungen brauchten dazu zwischen 10.000 und zehn Millionen Moleküle. „Das heißt, wir können viel problemloser und günstiger untersuchen, wie wahrscheinlich und in welchem Ausmaß sich Stoffe aneinander binden“, so Oh. 

Untersuchung im Nano-Bereich

Möglich wurde dieser Durchbruch durch eine Rastersonden-mikroskopische Erkennungsmethode, die ebenfalls auf einer JKU-Technologie beruht: der Einzelmolekül-Erkennungsmethode. Damit konnte die JKU-Forscherin DNA-Proben auf einem winzigen Siliziumsubstrat (etwa ein Milliardstel Meter) sichtbar machen. Die Südkoreanerin forscht seit 2009 am Institut für Biophysik. Ihre Arbeit wurde bereits vielfach ausgezeichnet und mit mehr als einer Million Euro gefördert.

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