JW-Reiter: "Schikanesteuern abschaffen"

Peter Reiter

„Mit der von der Bundesregierung beschlossenen ,GmbH light’ und der Senkung der Mindest-Köst von 1750 auf 500 Euro haben wir für Gründer und junge Unternehmer viel erreicht“, freut sich Peter Reiter zum Antritt seiner Amtsperiode als neuer Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft (JW) Oberösterreich. Der 29-jährige aus Aigen wurde kürzlich zum Landesvorsitzenden der Jungen Wirtschaft Oberösterreich gewählt. Seine Funktionsperiode dauert drei Jahre. Als seine Stellvertreter fungieren Corinna Lindinger (31, St. Marien) und Max Rumpfhuber (37, Hartkirchen).

Mehrere Punkte möchte Reiter schnellstmöglich geändert wissen. Zum einen die Vereinfachung der Förderungen bzw. Förderrichtlinien. "Heutzutage braucht man 14 Tage um sich allein die Förderrichtlinien durchzuschauen. In den 14 Tagen kann ich viel Geld als Jungunternehmer verdienen. Diese Systeme gehören vereinfacht." Eines der Hauptthemen der Jungunternehmer sie zudem die Finanzierung. Die aktuelle Situation der Finanzmärkte und Banken macht es den heimischen Jungunternehmern besonders schwer, neues Kapital zu bekommen. Denn die strengeren Eigenkapitalvorschriften in Form von Basel III erschweren den Zugang zu Krediten. Da Banken nach wie vor die wichtigste Quelle für den Bezug von Fremdkapital für (junge) Unternehmer sind, stellt diese Situation eine besondere Schwierigkeit für junge Geschäftsideen dar. "Es ist deshalb unerlässlich, die Rahmenbedingungen für alternative Finanzierungsformen zu verbessern“, sagt Peter Reiter.

Innovationen dürfe man auch keinen Riegel vorschieben. "Derzeit müsste man spätestens nach sechs Monaten vom Patentamt die Info bekommen, ob etwas patentrechtlich schützenswert ist, oder nicht. Ich habe 18 Monate gewartet." Er drängt auf eine maximale Antwortfrist von drei Monaten. "Das muss in der heutigen Zeit möglich sein." Zudem fordert er eine Senkung des Eingangssteuersatzes auf 25 Prozent. Diese wichtige Maßnahme würde gerade die Klein- und Mittelbetriebe, unter denen besonders viele Jungunternehmer sind, stärken. Auch die "unnötigen Schikanesteuern", wie die kostenpflichtige Veröffentlichungspflicht im Amtsblatt der Wiener Zeitung ist ihm ein Dorn im Auge.

Die Junge Wirtschaft Oberösterreich hat mehr als 15.000 Mitglieder. Sie ist die größte Landesorganisation Österreichs. Voriges Jahr besuchten 12.000 Personen eine der 220 Veranstaltungen. In der JW Oberösterreich sind 150 Funktionäre ehrenamtlich tätig.


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