Leistbare Prämien für existenzielles Problem

Mit 1. Jänner 2014 hat der Gesetzgeber eine weitere Türe geschlossen, die in der Vergangenheit eine willkommene Möglichkeit zum vorzeitigen Ausscheiden aus dem Erwerbsleben darstellte. Der Zugang zur unbefristeten Berufsunfähigkeits- bzw. Invaliditätspension wurde nunmehr massiv erschwert. Die befristete Berufsunfähigkeits- bzw. Invaliditätspension wurde für ASVG-Versicherte überhaupt zur Gänze abgeschafft.

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung rückt angesichts dieser Entwicklungen zunehmend in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.
An die Stelle der befristeten Berufs- bzw. Invaliditätspension traten ein Umschulungsgeld bzw. sofern berufliche Maßnahmen der Rehabilitation nicht zweckmäßig oder zumutbar sind, ein Rehabilitationsgeld für die Dauer der vorübergehenden Berufsunfähigkeit (Invalidität).

"Berufsunfähigkeit bzw. Invalidität kann jeden treffen – oft schneller als man denkt, so Josef Stockinger, Vorstand des Instituts für Versicherungswirtschaft, bei der Frühjahrsveranstaltung in Linz. Die Ursachen dafür können vielfältig sein und reichen etwa von Erkrankungen des Skeletts und des Bewegungsapparates über Krebs oder Erkrankungen des Kreislaufsystems bis hin zu psychischen Krankheitsbildern.

Abzugrenzen sind jene Fälle der Berufsunfähigkeit, welche auf einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit zurückzuführen sind. Für diese Fälle kann eine Berufsunfähigkeitsrente neben einer Unfallrente zur Auszahlung kommen.

Vorsorgebedarf wegen Berufsunfähigkeit steigt

Die gesetzlichen Neuerungen führen deutlich vor Auge, dass der Bedarf nach privater Vorsorge für den Fall einer Berufsunfähigkeit bzw. Invalidität zukünftig noch größer sein wird.

Aktuelle Zahlen über die Höhe der ausbezahlten Berufsunfähigkeitspension untermauern diese Tatsache zusätzlich: So lag die durchschnittliche Pension bei geminderter Arbeitsfähigkeit im Jahr 2013 für Männer bei rund 1096 Euro für Frauen bei circa 722 Euro. Daraus ersieht man, dass das Berufsunfähigkeits- bzw. Invaliditätsrisiko nur bedingt gesetzlich abgesichert ist.

Die gesetzliche Sozialversicherung, welche lediglich eine Basisabdeckung bieten kann, schützt Personen im Versicherungsfall der geminderten Arbeitsfähigkeit zwischen dem 27. und 50. Lebensjahr überhaupt nur dann, wenn innerhalb der letzten zehn Jahre fünf Versicherungsjahre liegen. Bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres genügen sechs Versicherungsmonate. Nur bei Arbeitsunfällen oder Berufskrankheit ist keine Wartezeit vorgesehen.

Alle nicht unmittelbar Erwerbstätigen, beispielsweise Studenten oder Hausfrauen sind somit durch das gesetzliche Sozialversicherungssystem überhaupt nicht abgesichert. Dennoch wird eine Berufsunfähigkeit als Risiko nach wie vor unterschätzt und/oder von den meisten Menschen eher verdrängt.

Fälle der Berufsunfähigkeit

Vor allem für junge Menschen ist mit dem plötzlichen Wegbrechen des bisherigen, regelmäßigen Einkommens oft ein existenzbedrohliches Risiko verbunden. Umso wichtiger ist es daher, ein entsprechendes Bewusstsein zu entwickeln und rechtzeitig mit einer privaten Vorsorge zu beginnen.

Leistbare Prämien für existenzielles Problem

Die Versicherungswirtschaft hat schon vor längerer Zeit auf dieses immer akuter werdende Thema reagiert und bietet hierfür maßgeschneiderte Lösungen. Dabei rückt vor allem die funktionelle Erwerbsunfähigkeit gegenüber der traditionellen Arbeitsunfähigkeit für bestimmte Berufsgruppen in den Mittelpunkt. Damit sind leistbare Absicherungen auch für jene Personen möglich, für die die anfallenden Prämien bisher nicht leistbar waren.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen