Millionenpleite: Imperial-Gruppe insolvent

Mit Kapitalbeteiligung atypisch stiller Gesellschafter errichtete die "Imperial Kapitalbeteiligungsgesellschaft" seit 1974 mehr als 100 gewerbliche Objekte. Das Finanzierungsmodell wurde Eigentümer Faramarz Ettehadieh-Rachti zum Verhängnis. Der Oberste Gerichtshof (OGH) sprach ein Verbot der sogenannten Einlagenrückgewähr aus. Im konkreten Falle finanzierten 15.300 atypisch stille Gesellschafter die Immobilien-Projekte der Imperial-Gruppe mit 57,6 Millionen Euro. Laut OGH-Entscheid gelten die Gelder als Fremdkapital. Das Unternehmen sah sich außer Stande, etwaige Ansprüche zu begleichen und meldete Insolvenz an.

Ferienclub Cordial betroffen

Insgesamt haben die Unternehmen Schulden in Höhe von 100 Millionen Euro. Imperial war in den Bereichen Immobilien, Finanzdienstleistungen und Tourismus tätig. Vor allem Hotel- und Resortanlagen wurden in Österreich, Deutschland, Ungarn und Italien betrieben. Aufgrund gesellschaftsrechtlicher Verflechtungen sind mehrere Tochterunternehmen von der Pleite betroffen, darunter der Ferienclub Cordial. 6.300 Gläubiger verfügen über Beherberungsansprüche aus Timesharing-Verträgen. Laut KSV 1870 strebt die Unternehmensgruppe eine Entschuldung im Wege eines Sanierungsplanes an. Teilbereiche sollen geschlossen und mehrere Liegenschaftsobjekte verkauft werden.

Autor:

Andreas Baumgartner aus Linz

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