Regionalitätspreis
Mit Tempo durch die Corona-Krise

Während des Lockdown hatten die Radboten freie Fahrt auf den Linzer Straßen.
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  • Während des Lockdown hatten die Radboten freie Fahrt auf den Linzer Straßen.
  • Foto: Tempo RadbotInnen
  • hochgeladen von Christian Diabl

In der Corona-Krise haben die "Tempo RadbotInnen" Linz mit Büchern versorgt – aus lokalen Buchhandlungen, abseits von Amazon & Co. Deshalb sind sie jetzt für den Regionalitätspreis der BezirksRundschau OÖ nominiert.

LINZ. Als sich während des Corona-bedingten Lockdown die Straßen leerten, waren sie so oft unterwegs wie nie zuvor: die Radbotinnen und -boten von "Tempo". Der stärkste Geschäftsbereich, die Lieferungen zwischen Unternehmen, war zwar eingebrochen. Doch dafür kauften die Linzer viele Bücher bei lokalen Buchhandlungen und ließen sich diese bis an die Haustüre liefern. Vor verschlossenen Türen sind die Radboten dabei nie gestanden, denn schließlich waren alle daheim. Die Ware wurde, wie bei anderen Lieferdiensten auch, kontaktfrei übergeben.


Freie Fahrt auf leeren Straßen

Auch das Fahrgefühl war ein ganz besonderes. Wo es abseits der Radwege oft mühsam und auch gefährlich ist, hatten die Radbotinnen und Radboten nun frei Fahrt. "Es war, wie wenn die Straßen uns gehörten", erzählt Gerd Huber. So gelangten einen Monat lang auf Linzer Stadtgebiet hunderte Bücher von den Linzer Buchhandlungen zu den lesehungrigen isolierten Linzern. Mittlerweile ist zwar wieder weitgehend Alltag eingekehrt, doch einige Privatkunden sind geblieben und wollen ihre Bücher weiterhin mit dem Rad geliefert bekommen. Insgesamt hat das Geschäft noch nicht ganz das Vorkrisenniveau erreicht. Gestiegen ist der Anteil an medizinischen Transporten, wie zum Beispiel Blutproben.


Günstig und umweltfreundlich

Huber und seine Kollegen liefern Kleines und Großes, Wichtiges, Zerbrechliches und meist Eiliges in alle Ecken von Linz. Es gibt nur Teilhaber, keine Mitarbeiter. Die Einkünfte werden aufgeteilt. Viele sind Stammkunden, Druckereien, Buchhandlungen, Kanzleien oder Steuerberater. Der Vorteil liegt auf der Hand: Fahrräder sind unkomplizierter, günstiger und natürlich umweltfreundlicher – ideal für die Stadt. Transportiert wird meist mit rennradähnlichen Gefährten, denn schließlich ist hier Zeit wirklich Geld. Mit einem Elektro-Lastenrad sind aber auch schwere Ladungen kein Problem.


Nominiert für Regionalitätspreis 2020

Für ihren Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und der Stärkung der regionalen Wirtschaft, wie der Linzer Buchhandlungen, sind die "Tempo RadbotInnen" für den Regionalitätspreis 2020 der BezirksRundschau nominiert.

Einreichungen für den Regionalitätspreis 2020 sind bis 16. August möglich – per Post an: BezirksRundschau GmbH, Dr. Herbert-Sperl-Ring 1, 4060 Leonding oder online: meinbezirk.at/regionalitätspreis-oö

Während des Lockdown hatten die Radboten freie Fahrt auf den Linzer Straßen.
Umweltfreundlich, schnell und nachhaltig liefern Radboten Waren quer durch Linz.

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