"Nein zu sagen, gehört zu einem seriösen Versicherer dazu"

Vorstandsduo Othmar Nagl und Josef Stockinger (v. l.).
  • Vorstandsduo Othmar Nagl und Josef Stockinger (v. l.).
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"2013 war ein gutes Jahr für die Keine Sorgen", sagt Josef Stockinger, Generaldirektor der Oberösterreichischen Versicherung. Er und sein Vorstandskollege Othmar Nagl ziehen trotz mehr als 13 Millionen Euro an Schadenszahlungen nach dem Hochwasser ein erfreuliches Resümee über das Versicherungsjahr 2013. Alles in allem rechnet der heimische Marktführer mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 14,8 Millionen Euro für das Versicherungsjahr 2013. Das entspricht einem Anstieg von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Mitarbeiterzahl bleibt mit etwa 800 auf dem Vorjahresniveau. Das Gesamtprämienvolumen werde vermutlich leicht steigen. 2012 betrug es 404,9 Millionen Euro. „Mit diesem Ergebnis können wir auch im heurigen Jahr unseren Status als Marktführer in Oberösterreich und unseren Top-Ten-Platz im Österreich-Vergleich ganz klar untermauern“, so Stockinger und Nagl.

War die Sparte Leben bisher der Wachstumstreiber für den heimischen Marktführer, so konnten im heurigen Jahr vor allem die Sachsparten mit knapp über drei Prozent Zuwächse über den Erwartungen verzeichnen. Im Lebengeschäft schlug auf der Prämienseite erstmals die halbierte staatliche Prämie bei der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge durch, was zu einem Rückgang des Prämienaufkommens führte. „Gegen die Tatsache, dass das für die Altersvorsorge Angesparte aufgebraucht wird schützt nur eine lebenslange Rente. Deswegen wird die Oberösterreichische im kommenden Jahr neben der Absicherung klassischer Risken – vorzeitiges Ableben oder Invalidität – vor allem auf die Absicherung der Langlebigkeit in Form einer privaten Rente setzen. Wir haben unsere Produkte insoweit erweitert, dass beispielsweise bei eintretender Pflegebedürftigkeit eine Rente in doppelter Höhe möglich wird", sagt Stockinger.

Abgesehen von der Hochwasserkatstrophe war der Schadensverlauf 2013 insofern erfreulich, als die Versicherungsleistungen für Brände im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 32,2 Prozent zurückgingen und auch im Kfz-Geschäft der Schadensverlauf dank guter Witterung und wenig Hagelschlag zu einer Reduktion der Schadensquote um 5,1 Prozent führte. Bereits im Vorjahr konnten im Kfz-Bereich leichte Zuwächse erzielt werden. Im heurigen Jahr setzt die Oberösterreichische gleichermaßen bei der Haftpflicht- und auch bei der Kaskoversicherung noch eins drauf: Im Bereich der Haftpflichtversicherung konnte die Oberösterreichische sowohl bei der verrechneten Prämie, als auch bei den Verträgen ein Plus von 1,5 Prozent verbuchen. Per 30. November hält der Keine Sorgen Versicherer bei 238.140 Kfz-Haftpflichtverträgen. In der Kfz-Kaskoversicherung konnte die Oberösterreichische bislang ein Plus von 4,5 Prozent bei der verrechneten Prämie und einen Anstieg bei den Verträgen von 3,1 Prozent auf nunmehr 72.171 Stück verzeichnen.

Für 2014 sei die OÖ Versicherung sehr gut gerüstet. "Wir wachsen kontinuierlich und unser Geschäftsmodell ist solide. Wir haben nicht auf Druck versucht die Bilanzsumme zu erhöhen, wie etwa andere Mitbewerber. Nein zu sagen, gehört zu einem seriösen Versicherer dazu", sagt Stockinger.

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