Respekt für Facharbeiter

Helbich-Poschacher

Facharbeitermangel: Neben Ausbildung ist das Image ein wichtiger Faktor

Unternehmer Leonhard Helbich-Poschacher spricht über die Stimmung im Gewerbe und über Mittel gegen Facharbeitermangel.

StadtRundschau: Wie beschreiben Sie die Stimmung bei den ober-
österreichischen Wirtschaftstreibenden?
Leonhard Helbich-Poschacher: Die Lage der Realwirtschaft ist positiv. Bei der Baubranche und im Baunebengewerbe, aber auch bei vielen anderen Gewerbebetrieben geht es bergauf. Die Finanzkrise haben wir in keiner Weise bemerkt, weil die Bürger das Geld, das ja auf der Bank derzeit nichts bringt, lieber real investieren in neue Fenster, Außendämmung oder Dächer. Bei großen Industriebetrieben schaut die Sachlage natürlich ein bisschen anders aus.

StadtRundschau: Wie kann man dem Facharbeitermangel in Oberösterrreich gegensteuern?
Helbich-Poschacher: Man sollte alles auf Ausbildung setzen und vor allem das Image verstärken, dass ein guter Facharbeiter etwas Tolles ist und auch finanziell besser gestellt wird. Da kommt auch Medien eine Verantwortung zu. Sozialer Respekt und gesellschaftliche Anerkennung sind wirklich besonders wichtig. Denn gute Leute werden immer einen Job finden. Ein guter Facharbeiter verdient bei uns so viel da kann sich ein Jungakademiker hinten anstellen.

StadtRundschau: Welche Dinge sollten angegangen werden?
Helbich-Poschacher: Natürlich könnte mehr für den Wohnbau gemacht und der Förderdschungel bereinigt werden. Die Finanzwelt gehört hingegen viel strikter geregelt. Ich bin für die Finanztransaktionssteuer. Jener, der kurzfristig Geld abkassiert, der soll zahlen, denn die ganzen Finanzhaie cashen an der realen Wirtschaft vorbei. Aber das war die Gier. Wenn bei uns in der Region Leute, die wirklich wenig haben, auf einmal Finanzberater werden, dann wundere ich mich. Es wurden Leute mit bis zu 20 Prozent Rendite geködert aber im Schnitt der letzten 99 Jahre waren Ertragsteigerungen von acht bis neun Prozent möglich. Alles darüber ist nicht real. Die oberösterreichische Wirtschaft kann also jetzt wirklich profitieren, wenn realwirtschaftlich investiert wird.

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