Sachsen und Oberösterreich eint Kunst, Stoffe und Technik

Ministerpräsident Stanislaw Tillich empfängt den Landeshauptmann von Oberösterreich, Josef Pühringer, zu einem Gespräch in der Sächsischen Staatskanzlei.
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SACHSEN, OÖ (ok). "Ein Partner wie Oberösterreich ist uns wie auf den Leib geschneidert", sagte der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich in Richtung Landeshauptmann Josef Pühringer. Dieser besuchte mit einer Wirtschaftsdelegation vorige Woche den deutschen Freistaat. Die Zusammenarbeit auf universitärer und wirtschaftlicher Ebene existiert seit etwa zehn Jahren. So richtig intensiviert wurde sie im Jahr 2011 bei einem Besuch Tillichs in Oberösterreich. "Die Partnerschaft mit Oberösterreich ist eine, die von unserer Seite mit am intensivsten gelebt wird. Auch aufgrund gleicher Interessen", so der Ministerpräsident des Freistaats mit 4,1 Millionen Einwohnern.

"Sachsen und Oberösterreich sind sich in vielen Punkten ähnlich", so Landeshauptmann Josef Pühringer. Von Sachsen könne man im Bildungsbereich profitieren. "Sachsen ist ein Land ohne Gesamtschule und die Hochbegabtenförderung ist richtungweisend. Da werde ich demnächst Experten nach Dresden schicken, damit sich diese das genauer anschauen." Dies sei wichtig, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Die geringe Zahl der Jugendlichen in Sachsen die nach der Pflichtschule ohne Ausbildung bleiben sei zudem ein Ansporn. Tillich hingegen sieht Aufholbedarf bei der Arbeitslosenrate. "Wir haben 10,7 Prozent und Oberösterreich 6,4 Prozent. Dorthin wollen wir."

Vor allem die Zusammenarbeit in den Bereichen Kunststofftechnik, Halbleiterelektronik, Leichtbau und Mechatronik wird intensiviert werden. Nächste Treffen sind bereits für Mitte April anberaumt. Forciert wird die Kooperation von den Unternehmensclustern der beiden Länder, aber auch von den Universitäten. So stehen den oberösterreichischen Unternehmen beispielsweise Forscher des international renommierten Instituts für Leichtbautechnik an der TU Dresden für Projekte zur Verfügung. Wissenstransfers soll es auch im Bereich der Agrarmechatronik geben.

Die umsatzstärkste Branche in Sachsen ist die Automobilindustrie. Dies sei Chance für die oberösterreichische Automobil-Zulieferindustrie. Zudem ist Dresden der größte Fraunhofer-Standort bundesweit. Derzeit haben 15 oberösterreichische Unternehmen eine Niederlassung in Sachsen. Dies sei Pühringer zufolge "ausbaufähig". "Oberösterreich hat beispielsweise im Bereich Energie eine Chance in Sachsen Fuß zu fassen", so Pühringer.

Auch für das Linzer Musiktheater konnte sich Tillich begeistern – obwohl er zur Eröffnung am 11. April nicht kommen kann. "Am nächsten Tag heiratet mein Sohn und das kann ich ihm doch nicht antun. Aber ich werde sicherlich nicht die nächsten fünf Jahre vergehen lassen, um nach Oberösterreich zu kommen."

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