Nachgefragt
So geht es den Linzer Reisebüros im Lockdown

Von Strand und Meer träumen derzeit viele – ab wann unbeschwerter Urlaub wieder möglich sein wird, steht noch in den Sternen.
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  • Von Strand und Meer träumen derzeit viele – ab wann unbeschwerter Urlaub wieder möglich sein wird, steht noch in den Sternen.
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Während Gaststätten, Hotels oder Friseure im zweiten Lockdown geschlossen haben, dürfen die Linzer Reisebüros auch im Lockdown nicht zusperren. Den BetreiberInnen ist das gar nicht so recht. Wir haben mit drei Linzer Reisebüros gesprochen.

LINZ. Keine Frage: Am Fernweh der Linzerinnen liegt es nicht. Anfragen für Urlaubsreisen und auch Buchungen gäbe es genug. Doch die Linzer Reisebüros sind gar nicht froh darüber, dass sie auch im Lockdown geöffnet haben. Immerhin sind die Unternehmen damit auch vom 80-prozentigen Umsatz-Ersatz des Bundes abgeschnitten.



Branche hart getroffen

"Unsere Branche wurde mitunter am härtesten getroffen von der Krise, ein Ende ist nicht absehbar", sagt Barbara Hörmanseder, Inhaberin des Reisebüros "Fluchthelfer". Das Unternehmen ist eigentlich auf "Baustein-Fernreisen" spezialisiert. Derzeit seit das Zusammensuchen von Flugreisen und Hotels aber zu riskant – Ausfälle brächten zu hohe Stornokosten mit sich. Jetzt muss sich Hörmanseder auf die wenigen derzeit buchbaren Pauschalreisen beschränken.

"Unsere Branche wurde hart getroffen – ein Ende ist nicht absehbar", sagt Barbara Hörmanseder, Inhaberin des Reisebüros Fluchthelfer (Mitte).
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  • Foto: Fluchthelfer
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"Wissen nicht, wie es morgen aussieht."

Auch Walter Stürmer von PRO Reisen macht die nicht vorhandene Planbarkeit zu schaffen. Der Leiter der Abteilung Schiffsreisen spricht die kurzfristigen Entscheidungen rund um Corona an: "Damit hat der Handel schon seine Probleme – aber wir buchen weit im Voraus und ich kann nicht sagen, wie es morgen aussieht, ob vielleicht wieder alles anders wird. Selbst unsere Buchungen für Weihnachten in Österreich sind noch in der Schwebe", muss sich Stürmers Kundschaft derzeit noch gedulden.

Noch kein Licht am Ende des Tunnels

"Wie wir alle haben auch die Älteren nach der ganzen Zeit des Zuhause-Seins, wieder Lust auf Reisen. Sie freuen sich auf das Meer, den Süden und darauf in der Gruppe reisen zu können", so Gabi Ster, Linzer Büroleiterin von Senioren Reisen Austria. Wohl noch mehr als so mancher Mitbewerber wartet der Reiseanbieter mit seinen durchwegs älteren Kundschaften auf einen wirksamen Impfstoff. „Wir reisen mit Risikogruppen, da ist Sicherheit natürlich das oberste Ziel“, sagt Ster. Eigentlich hätte das große Frühlingstreffen auf Kreta mit bis zu 4.000 Urlaubern im April 2021 über die Bühne gehen sollen. „Bis dahin sehen wir noch kein Licht am Ende des Tunnels“, so Ster. Der große Reisetermin musste auch den Herbst 2021 verlegt werden.

Vorsichtig optimistisch

Auch bei Pro Reisen sind erste Buchungen für Sommer und Winter 2021 bereits fixiert. „Wir sehen optimistisch in das Jahr 2021. Schlimmer als 2020 kann es ja nicht mehr werden“, sagt Stürmer. „Es ist noch nicht abzusehen, wann welche Länder und mit welchen Bedingungen wieder bereist werden können. Auch kurzfristige Einreisebestimmungen machen uns das Leben schwer“, spricht Hörmanseder an, dass die Verunsicherung die Reise-Branche womöglich auch über das Jahr 2021 begleiten wird.

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