voestalpine mit Ergebnissprung trotz leichtem Umsatzrückgang

Die im Geschäftsjahr 2012/13 leicht rückläufige Entwicklung des Umsatzes des voestalpine- Konzerns von 12,1 auf 11,5 Milliarden Euro (minus 4,4 Prozent) ist zum einen auf die gesamtkonjunkturelle Abschwächung, aber vor allem auf die gesunkenen Vormaterialkosten zurückzuführen. So gab es starke Preisrückgänge bei Eisenerz und Koks/Kohle, die an die Kunden weitergegeben wurden.

Auf der Ergebnisseite verzeichnete der stahlbasierte Technologie- und Industriegüterkonzern im Vergleich zum Vorjahr in allen Kategorien Zuwächse. Das operative Ergebnis (EBITDA) stieg auf 1,45 Milliarden Euro, dies entspricht einer Steigerung um elf Prozent. Der Vorjahreswert betrug 1,3 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) konnte um 21 Prozent von 704 auf aktuell 854 Millionen Euro gesteigert werden. Die EBITDA-Marge steigt damit von 10,8 auf 12,5 Prozent, die EBIT-Marge von 5,8 auf 7,4 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich im Jahresvergleich um 30 Prozent von 504 auf 655 Millionen Euro, das Ergebnis nach Steuern auf 522 Millionen Euro.

„In Anbetracht des konjunkturellen Umfeldes und im direkten Branchenvergleich war die Entwicklung der voestalpine-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr erfreulich“, so der Vorstandsvorsitzende des voestalpine-Konzerns Wolfgang Eder. Ein wesentlicher Grund dafür sei die breite Aufstellung des Konzerns sowohl in geografischer als auch in branchenmäßiger Hinsicht.

Der voestalpine-Konzern sei zudem bereits ab dem Börsengang 1995, insbesondere aber seit der strategischen Neuausrichtung im Geschäftsjahr 2001/02 konsequent seinen Weg des wertsteigernden Wachstums gegangen. Mit dieser Strategie nimmt die Unternehmensgruppe heute sowohl in Bezug auf die Profitabilität als auch qualitativ und technologisch in ihren Kernsegmenten eine führende Position in Europa ein und ist darüber hinaus in wesentlichen Geschäftsbereichen Weltmarktführer. Um diesen Status langfristig und konsequent weiter auszubauen, hat der Aufsichtsrat der voestalpine AG im Dezember 2012 die Konzernstrategie 2020 genehmigt. Der Wachstumsfokus liegt dabei auf den technologisch anspruchsvollen Wachstumsbranchen Mobilität und Energie, wo voestalpine in ihren Segmenten eine global führende Position anstrebt. Geografisch liegt der Schwerpunkt vor allem auf den Wachstumsmärkten außerhalb Europas. In Europa steht die Festigung der Markt-, Qualitäts- und Technologieführerschaft in den Kernbereichen im Vordergrund. Der weitere Ausbau des bereits heute dominierenden Verarbeitungsanteils werde Eder zufolge konsequent vorangetrieben, die Gruppe damit noch mehr als bisher zum Technologie- und Industriegüterkonzern.

Getrübter Ausblick für 2013

Das Jahr 2013 sollte nach viereinhalb Jahren Finanz- und Wirtschaftskrise in vielen Teilen der Welt endlich die Wende zum Besseren bringen – so die Expertenmeinungen zu Jahresbeginn. Die Fakten zeigen jedoch ein anderes Bild und wurden durch eine rezessive Entwicklung in Europa, einen holprigen Aufschwung in den USA und eine Fortsetzung der ökonomischen Unwägbarkeiten in China bestätigt. Indien stellt sich weiter lethargisch dar und der Ausgang der japanischen Geldflutung ist ungewiss, einzig Brasilien zeigte zuletzt echte Erholungstendenzen. Die Konjunkturprognosen für das Gesamtjahr wurden zwischenzeitlich nicht nur einmal auf breiter Front nach unten revidiert. Vor diesem Hintergrund erscheint es wenig wahrscheinlich, dass die erhoffte Konjunkturwende noch im heurigen Jahr eintritt. Mehr als eine vorübergehende Bedarfsbelebung aufgrund lagerzyklischer Effekte in einzelnen Industriesegmenten sei zunehmend unrealistisch.

Autor:

Oliver Koch aus Linz

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