„Wir müssen jetzt nach vorne schauen“

Andreas Pirkelbauer ist Chef der Volksbank Linz-Wels-Mühlviertel AG und Sprecher aller 13 oö. Volksbanken.
  • Andreas Pirkelbauer ist Chef der Volksbank Linz-Wels-Mühlviertel AG und Sprecher aller 13 oö. Volksbanken.
  • hochgeladen von Daniel Scheiblberger

BezirksRundschau: Wie geht es den Volksbanken in Oberösterreich, auch im Hinblick auf die Krise ihres Spitzeninstituts, der Österreichischen Volksbanken AG (ÖVAG), die vom Staat gerettet werden musste?

Pirkelbauer: Sie haben es richtig gesagt, es ist eine Krise der Österreichischen Volksbanken AG, aber keine Krise der regionalen Volksbanken. Wir machen unser Geschäft seit hundert Jahren in der gleichen Art und Weise. Natürlich stehen wir, die regionalen, selbstständigen Volksbanken als Eigentümer der ÖVAG, zu unserer Verantwortung und werden diese Aufgabe gemeinsam erledigen.

Wie geht es mit der ÖVAG weiter?
Die ÖVAG wird ihr internationales Geschäft auf die Funktion eines reinen Spitzeninstituts reduzieren und wird für uns Volksbanken eine Serviceeinrichtung sein. Darüber hinaus wird sie ihre Bilanzsumme halbieren und sich auf das österreichische Geschäft konzentrieren.

Wird der Staat 2017 wie ge-plant aus der ÖVAG aussteigen können?

Ja, ganz sicher. Aber was wir natürlich alle nicht wissen, ist welche Kapriolen die Weltwirtschaft noch schlagen wird. Aber wenn das Umfeld so bleibt wie es ist, dann schaffen wir das ganz sicher.

Wird es Fusionen unter den einzelnen Volksbanken geben?

Wenn es einen Sinn macht, dann muss man das andenken. Aber das ist immer die Angelegenheit zwischen zwei Volksbanken, die sich dort einig sein müssen. Dass wir in Wels mit der Volksbank Linz zusammengegangen sind, das hat einen Sinn gemacht.

Sie sind Sprecher aller 13 oö. Volksbanken mit 100 Geschäftsstellen, haben aber keine Generaldirektor-Funktion. Ist es schwierig, für alle zu sprechen?
Es ist manchmal nicht einfach, weil natürlich jeder eigenständig die jeweiligen Entscheidungen in seinem Haus trifft.

Wie sehen Sie die weitere wirtschaftliche Entwicklung?
Ich glaube schon, dass es der Europäischen Union gelingen wird, die Währung zu stabilisieren. Und wenn diese stabilisiert wird, heißt das für mich auch, das die einzelnen Staaten stabilisiert werden. Mit dem letzten Schritt, die die EZB gemacht hat, nämlich Anleihen zu kaufen, hat sich ja die Sachlage etwas beruhigt.

Also glauben Sie an den Euro?
An den Euro glaub´ ich auf jeden Fall. Hier gibt es keine Alternative.

Was denken Sie über die in Aussicht stehende europäische Bankenaufsicht?
Wir sind ein eng verflochtener Wirtschaftsraum, und dort die Spielregeln einheitlich zu definieren, das halte ich für wichtig.

Aktuell haben wir ein sehr niedriges Zinsniveau. Was empfehlen Sie den Anlegern?
Das Sparbuch ist kein schlechtes Investment, da es auch Sicherheit bietet. Den Kreditnehmern würde ich empfehlen, Fixzinskredite zu machen.

Autor:

Daniel Scheiblberger aus Linz

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