25.11.2016, 13:11 Uhr

Musikerinnen geben in Linz den Ton an

Sabine Stieger (Foto: Rene Münzer)

Neuer "Spielraum"-Sampler widmet sich der weiblichen Seite des Linzer Musikschaffens.

Mit einer Doppel-CD, einem Dokumentarfilm und einer Konzertnacht hat die Plattform "Spielraum" im Vorjahr zum ersten Mal ein Schlaglicht auf die Linzer Musikszene geworfen. Das Echo war positiv, doch auch Kritik folgte auf dem Fuße: "Total Männer-lastig" sei die erste CD geworden, "als gäbe es keine guten Musikerinnen in Linz". "Wir haben uns die Kritik zu Herzen genommen", sagt Bürgermeister Klaus Luger, der das Projekt gemeinsam mit dem SPÖ-Fraktionsvorsitzenden Stefan Giegler ins Leben gerufen hat. Mit an Bord sind mit Harald Chr. Enzenhofer vom Tonstudio E und Philipp "Flip" Kroll von Texta auch zwei Urgesteine der Linzer Musikszene.

Große Genre-Vielfalt

Der soeben erschienene zweite "Spielraum"-Sampler widmet sich nun also den weiblichen Stimmen der Stadt. "Die Linzer Szene ist sehr professionell und es gibt einige hochqualitative Musikerinnen", sagt Enzenhofer, dem die Auswahl gar nicht so leicht viel. 15 Künstlerinnen finden sich nun auf der CD, die eine große Genre-Vielfalt bietet – vom Austro-Chanson bis zu elektronischen Klängen. Mit dabei sind etwa Anna Katt, Sabine Stieger, Listen to Leena, Madame Humtata oder die La Rochelle Band. "Bei vielen Linzerinnen merkt man ein verstärktes Interesse, Musik zu machen und Bands zu gründen, nichtzuletzt seit den pink noise Girls Rock Camps, die jedes Jahr angeboten werden. In den nächsten Jahren werden verstärkt spannende Projekte nachkommen", beobachtet Kroll. Die neue "Spielraum"-CD soll dafür ein Katalysator sein.

Von Profis lernen

Damit das gelingt, wurde die Spielraum-Akademie ins Leben gerufen. Am 5. und 6. Dezember können Musikerinnen und Musiker vom Erfahrungsschatz von Fachexperten sowie erfolgreichen Kollegen lernen. "Am ersten Tag geben Branchenkenner von Music Austria einen Überblick über alles, was abseits der Bühne wichtig ist. Musik ist eben auch ein Business, in dem Kenntnisse von Urheberrecht bis Marketing sehr nützlich sind. Am zweiten Tag besteht nicht nur die Möglichkeit, mit hochaktiven Linzer Musikschaffenden ins Gespräch zu kommen und sich das eine oder andere abzuschauen, sondern auch das mit ihnen zu machen, worum es geht: Musik", sagt Akademie-Erfinder und -Gestalter Philipp Kroll. Die Teilnahme kostet 10 Euro (erm. 7 Euro) für einen bzw. 15 Euro (erm. 12 Euro) für zwei Tage. Anmeldung auf www.spielraum-linz.at

CD-Präsentation im Posthof

Wie groß das Spektrum der Linzer Musikerinnen ist, zeigt das Konzert am 7. Dezember im Posthof. Acht der 15 Künstlerinnen, deren Songs sich auf der CD befinden, werden ab 19 Uhr auf der Bühne zu erleben sein. Natürlich ist an diesem Abend auch der kostenlose Spielraum-Sampler im Posthof erhältlich. Ansonsten liegt die CD im Büro des Bürgermeisters im Alten Rathaus auf.
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