25.08.2016, 00:00 Uhr

"Selbstbewusster im Leben stehen"

Ballett ist weit mehr als nur Tutus und Spitzentanz. (Foto: panthermedia/photobac)

Expertin Johanna Wilk-Mutard erklärt, welche positiven Auswirken Ballett bereits für Kleinkinder haben kann.

Dass sich Tanz im Allgemeinen und auch Ballett im Besonderen positiv auf die Entwicklung eines Kindes auswirkt, wissen nur wenige. "Egal ob Burschen oder Mädchen, egal welche Figur – Ballett ist für alle gut. Die Kinder stehen später selbstbewusster und disziplinierter im Leben, wenn sie eine gute Grundausbildung haben", sagt Johanna Wilk-Mutard. Die Tanzlehrerin bietet in der 1. Linzer Ballettschule Kurse für Kinder ab vier Jahren an.

Kindgerechtes Tanzen

Die Unterrichtseinheiten sind auf die Bedürfnisse der Kleinkinder zugeschnitten. "Sie lernen ihren Körper kennen – gerade stehen, Schultern lockern, den Kopf gerade halten. Dazu gibt es Übungen zur Koordination und erste Vorübungen zum Ballett. Zwischendurch wird immer wieder frei zur Musik getanzt oder es werden verschiedene Rollen eingenommen. Der Übergang zum klassischen Ballett erfolgt fließend, wenn die Kinder älter werden." Im Unterricht kommen viele Kinder zum ersten Mal mit klassischer Musik in Kontakt. "Ballett bringt Kindern etwas fürs ganze Leben. Es vermittelt ein Gefühl für Bewegung und Rhythmus sowie Disziplin und eine aufrechte, offene Haltung", sagt Wilk-Mutard.

Bei der Stange bleiben

Besonders wichtig bei der Wahl der richtigen Tanzschule ist, darauf zu achten, dass die Tanzlehrer für die Arbeit mit Kindern spezialisiert sind. "Sie sollten Wissen über den Körperaufbau von Kindern haben und diese nicht über- oder unterfordern", sagt Wilk-Mutard. Zum Tanzen gezwungen sollten Kinder ebenfalls nicht werden. Allerdings rät die Expertin, nicht gleich aufzugeben, wenn eine Stunde einmal weniger Spaß gemacht hat: "Gerade beim Ballett sollte man schon ein paar Jahre bei der Stange bleiben."
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