05.04.2017, 09:00 Uhr

Selfmade-Revolution im AEC

Anouk Wipprecht hat eine Kamera in den Kopfschmuck eingebaut, um in die Welt von Kindern mit ADHS einzutauchen. (Foto: Wipprecht)

"Do-it-yourself-Wissenschafter" geben Antworten auf Alltagsprobleme.

LINZ (jog). Eine neue Ausstellung im Ars Electronica Center Linz rückt "Do-it-yourself-Wissenschafter" ins Rampenlicht. Unter dem Titel "Beyond the Lab: the DIY Science Revolution" werden einige spannende Projekte und Menschen vorgestellt, die ihren Problemen des Alltags mit wissenschaftlicher Neugier und Erfindergeist nachgehen. Einer von ihnen ist Tim Omer. Er leidet unter Diabetes und ist frustriert darüber, dass Forschung und Entwicklung in diesem Bereich nicht schnell genug voranschreiten. Er entwickelt auf eigene Faust neue und bessere Behandlungsgeräte für Diabetes-Patienten. Debby Elnatan entwarf mit "Upsee" einen Anzug, mit dem sie ihren gelähmten Sohn an sich gurten kann. Er bekommt dadurch abseits des Rollstuhls einen neuen Blick auf die Welt und kann so aufrecht gehen. Der Anzug ist inzwischen auch am Markt. Neben den DIY-Projekten werden im AEC drei Arbeiten präsentiert, die von Künstlern in Zusammenarbeit mit dem Futurelab entwickelt wurden. Im Mittelpunkt stehen Zukunftsvisionen zwischen Wissenschaft, Technologie und Design. Die niederländische Künstlerin Anouk Wipprecht hat etwa mit dem Agent Unicorn einen Kopfschmuck entwickelt, der die Behandlung psychischer Krankheiten verbessern soll. Sie entwickelte 3D-gedruckte Headsets für Kinder mit ADHS. Die Do-it-yourself-Wissenschaft ist auch Thema von zahlreichen Talks und Präsentationen sowie ein eigenes Deep-Space-Wochenende im AEC am 13. und 14. Mai.
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