10.01.2017, 14:01 Uhr

Stadt Linz setzt 2017 auf das Publikum von morgen

Kulturdirektor Julius Stieber und Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer präsentierten die Neuerungen für das Jahr 2017. (Foto: Stadt Linz)
"Bestehendes weiterentwickeln und Neues anbieten", will man heuer im Linzer Kulturjahr, so Julius Stieber. Dass die Stadt auch im Kulturbereich den Sparstift angesetzt hat, will der Kulturdirektor nicht als Hinderungsgrund sehen. Zum ersten Mal soll ein Themenschwerpunkt Akzente setzen: Kinder und Jugendliche stehen 2017 im Mittelpunkt. "Ein prall gefüllter Kulturkalender soll Neugier wecken und das Publikum von morgen für Kultur begeistert werden", so Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer.

Spannende Ideen

Neu sind etwa der Poetry Art Slam "Nach Egon Schielen" mit Workshops für Schulklassen (4. April bis 20. Juni), der Tag des Kinderliedes am 17. Mai und die "Kulturuni", ein Kooperationsprojekt von AEC, Lentos, Musiktheater, OK und Landesbibliothek, bei dem 15- bis 25-Jährige an Kunstprojekten arbeiten können (21. bis 25. Februar). Auch das Brucknerhaus hat in Zusammenarbeit mit dem Landesschulrat sein Angebot für Kinder und Jugendliche erweitert. Absolute Highlights sind wie jedes Jahr das internationale Schäxpir-Festival (22. Juni bis 1. Juli) und die Kinderkulturwoche mit mehr als 300 Veranstaltungen (19. bis 29. Oktober). Auch das "Festival 4020" und das Festival "linzSTORY" werden von speziellen Programmen für Schulen begleitet.


Neue Formate und Kooperationen

55,8 Millionen Euro beträgt das Linzer Kulturbudget heuer. Es ist damit um rund 800.000 Euro geringer geworden. Die Stadt Linz leistet für die Kultureinrichtungen und Projekte einen Zuschuss von 34,2 Millionen Euro. Gute Nachrichten gibt es zum Salzamt. Schließungspläne hatten im Vorjahr für Proteste gesorgt. "Für heuer ist der Bestand des Atelierhauses finanziell gesichert. Für die Zukunft sollen Kooperationspartner und Sponsoringmöglichkeiten gesucht werden, um den Fortbestand zu erhalten", so Stieber. Auch für das Linzfest, das künftig nur noch alle zwei Jahre stattfinden soll, werden Ideen für neue Formate gesucht: "Das ist schon allein deshalb nötig, weil der Posthof seit dem Vorjahr am selben Ort ein sehr erfolgreiches Popfestival veranstaltet", sagt Stieber. Grundsätzlich gelte für die Zukunft die Devise ""Zulassen und offen sein für Neues", so Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer.
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