25.01.2012, 10:35 Uhr

Der Fisch stinkt immer vom Kopf her

Die Naturkrause, mit der ich auf die Welt kam, gefiel meiner Mutter nicht. Drei Jahre lang hat sie sich das Gewächs auf meinem Kopf angeschaut, dann griff sie zur Schere. Schnipp, schnapp waren die Haare ab und ich sah aus wie ein kleiner Igel.

Meine Mutter hatte gehört, dass krauses Haar nach dem Kurzschneiden glatt nachwächst. Tat es natürlich nicht. Deshalb wurde ständig nachgebessert.
Die Kürze an sich war mir ja egal. Was mich ärgerte, waren die vielen Fremden, die mir den Kopf tätschelten und „So ein süßer Bub!“ sagten.
Ist es ein Wunder, dass langes Haar im Lauf der Zeit für mich der Inbegriff von Weiblichkeit geworden ist?

Auch fürs Styling gilt für mich heute die alte Weisheit: Der Fisch stinkt immer vom Kopf her. Ist die Frisur ein Flop, reißen Make-up und Outfit es auch nicht mehr raus.
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