19.10.2017, 00:00 Uhr

Letzte-Hilfe-Kurs bietet Wissen über Tod und Trauer

Das praktische Wissen rund um den Tod kann Betroffenen helfen, die Trauer besser zu verarbeiten. (Foto: Kzenon/Fotolia)
Der Tod stellt uns vor viele Fragen: Darf ich meinen verstorbenen Angehörigen noch einmal sehen? Wem "gehört" der Leichnam? Wer bestimmt, was geschieht? Oft macht uns der Tod auch sprachlos. "Ängste und Unsicherheiten sind oft der Grund, warum trauernde Mitmenschen von ihrem Umfeld gemieden werden", sagt Martin Prein. Der Linzer kam über seine jahrelange Tätigkeit als Rettungssanitäter und Kriseninterventionsmitarbeiter zur Bestattung. Während seiner 15-jährigen Tätigkeit im Bestattungswesen studierte Prein Psychologie und erforschte intensiv die Themen Tod und Leichnam. Später gründete er das "Institut für Thanatologie". Ab November bietet Prein im Petrinum regelmäßig "Letzte-Hilfe-Kurse" an. Dabei handelt es sich jedoch um keine Trauertherapie. Vielmehr soll der Kurs den Teilnehmern Wissen, Aufklärung und brauchbare Hilfestellungen für künftige Begegnungen mit dem Tod vermitteln: "Einerseits, weil wir selbst unmittelbar durch einen Todesfall betroffen sein können. Andererseits sollen wir unseren Mitmenschen, die einen schweren Verlust zu betrauern haben, begegnen können." Von den Teilnehmern selbst wird kein intensives Sich-Einlassen oder -Einbringen gefordert. „Sie können ganz in sich geborgen dem Kurs beiwohnen und werden ihn gestärkt mit viel Wissen und Ermutigung zufrieden verlassen“, ist es Prein wichtig zu betonen. Ziel des Kurses ist es, brauchbare Hilfestellungen zu geben und das Vertrauen in die eigene Intuition zu stärken. Denn in praktischen Fragen Bescheid zu wissen, kann im Trauerfall sehr wichtig sein.

Der erste Kurs startet am 26. November. Mehr Infos unter letztehilfekurs.at
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