18.12.2017, 12:23 Uhr

Viele Kinder mit Brandverletzungen

Tipp: Heiße Töpfe immer mit den Griffen zur Wand auf den Herd stellen. So können Kinder diese nicht erreichen. (Foto: Monkeybusiness/Panthermedia)

Verbrühungen und Verbrennungen haben vor allem in der Weihnachtszeit Hochkonjunktur.

Backofen, Herdplatte, Bügeleisen und heißes Wasser: Brandverletzungen bei Kindern sind keine Seltenheit. Jährlich werden circa 2.700 Kinder deswegen in Krankenhäusern behandelt. Laut dem Kuratorium für Verkehrs-#+sicherheit (KFV) wird bis Ende Jänner mit bis zu zehn Fällen pro Tag gerechnet.

Unfälle sind vermeidbar

"Die meisten Unfälle mit heißen Flächen könnten ganz einfach vermieden werden, etwa durch den Einsatz moderner Küchengeräte mit Inbetriebnahme-Sperren und Verriegelungsfunktionen", sagt Othmar Thann, Direktor des KFV. Bei Herdplatten empfehlen die Experten außerdem, Herdschutzgitter zu verwenden. Aufpassen heißt es auch bei heißem Tee: Bereits eine Tasse kann bis zu 30 Prozent der Körperoberfläche eines Kleinkinds verbrühen. Dabei gilt es zu bedenken, dass bereits zehnprozentige Verbrennungen für ein Kleinkind tödlich sein können.

Versorgungstipps

Sollte es trotz aller Vorsicht zu einem Unfall kommen, ist schnelles Handeln gefragt. Laut dem Roten Kreuz ist es dabei wichtig, die verletzte Stelle nur vorsichtig mit handwarmem Wasser zu kühlen. Dies sollte nur kurzzeitig nach dem Unfall durchgeführt werden. Sollte das verletze Kind über Kälte klagen, muss die Kühlung unterlassen werden. Wichtiger Tipp: Wenn die Verletzung größer als die Handfläche des Kindes ist, wird laut KFV unbedingt ein Arzt benötigt.
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