06.04.2016, 10:25 Uhr

"Wir wachen zehn bis 15 Mal auf, ohne es zu merken"

Mehr als zwei Millionen Österreicher leiden an Schlafstörungen. Tendenz: steigend. Foto: Ido/Fotolia
LINZ (jog). Ein Drittel seines Lebens "verschläft" der Mensch. Ausreichend Schlaf ist entscheidend, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. "Ein normales Schlafausmaß liegt zwischen sechs und zehn Stunden. Die Bedürfnisse sind sehr verschieden", sagt Andreas Kaindlstorfer, Oberarzt der Neurologie und Leiter des Schlaflabors des Neuromed Campus Linz. Die heutige Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft macht es schwer, einmal zur Ruhe zu kommen. Tablets, Laptops, Smartphones oder TV-Geräte befeuern vor allem die junge Generation dauerhaft mit Informationen. "Schlafstörungen haben oft den Hintergrund, dass das Tagesgeschehen erst tatsächlich im Bett verarbeitet wird. Sorgen und Ängste gehen einem durch den Kopf. In dem Fall sollte man sich ein alternatives Zeitfenster bzw. auch einen anderen Ort suchen, an dem man grübeln kann."


Schlafseminare

Wichtig wäre, sich selbst Druck zu nehmen, endlich einzuschlafen. "Auch der Wechsel der Jahreszeiten kann ein Grund für Schlafstörungen sein. Unser Körper folgt einem sensiblen Tag-Nacht-Rhythmus", so Kaindlstorfer. Seine Praxis bietet Schlafseminare an, in denen verschiedene Techniken zur körperlichen und geistigen Entspannung erlernt werden können. "Davor gilt es, Aufklärung über Schlaf zu leisten und falsche Mythen abzubauen." Infos: www.kainan.at
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